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Artikel vom 27.07.2009

AUA-Verkauf: österreichische Airlines wenden sich an Brüssel

Verschlechterung des Geschäftsumfeldes befürchtet

Die österreichischen Flugesellschaften Niki, Robin Hood Aviation und MAP haben sich bezüglich des AUA-Verkaufs mit einer Stellungnahme an die Europäische Kommission gewandt.

McDonnell-Douglas MD-80 - © © AirTeamImages.com -

McDonnell-Douglas MD-80

Wie das österreichische Luftfahrt-Branchenportal www.austrianaviation.net exklusiv berichtet, hat sich nunmehr nach NIKI und der steirischen Robin Hood Aviation ein weiteres Flugunternehmen an die Europäische Kommission gewandt, um eine kritische Stellungnahme angesichts des AUA-Verkaufs an die Lufthansa abzugeben.

In einer 58-seitigen Analyse wird kritisiert, dass die Airlines aus dem künftigen Lufthansa-AUA-Swiss-Konglomerat auf manchen Strecken einen Anteil nach Flügen von über 80 Prozent halten - zum Beispiel von Wien nach Frankfurt, München, Stuttgart oder Zürich. Durch diese Konzentration wird "wirksamer Wettbewerb erheblich behindert" wie es in der Analyse, die Austrian Aviation Net vorliegt, heißt.

Insbesondere befürchtet man durch eine marktbeherrschende Stellung des Lufthansa-Konzerns "Quersubventionierungen durch Linienbetrieb auf Routen mit eingeschränktem Wettbewerb hin zu anderen Geschäftsfeldern wie dem Charterflugverkehr".

Die zu 100 Prozent in österreichischem Eigentum stehende MAP wäre daher in einem ihrer Hauptgeschäftszweige, dem Charterverkehr, vom Zusammenschluss "negativ betroffen". Ein erstes Gespräch soll bereits am heutigen 27. Juli 2009 stattfinden. MAP erwarte sich von der EU die Abgabe einiger AUA-Strecken im Charter- aber auch im Linienbereich. So möchte man Flüge in den Nahen und Mittleren Osten sowie nach Osteuropa aufnehmen.

Über MAP

Die österreichische MAP wurde 2002 gegründet und betreibt eine Flotte von drei 170-sitzigen MD-83 und einigen Businessjets. Neben der Geschäftsfliegerei ist MAP hauptsächlich als Charterairline und im ACMI-Geschäft (Aircraft, Crew, Maintenance, Insurance) tätig. Letzteres bedeutet, dass die Gesellschaft ihre Flugzeuge samt Besatzung und Versicherung - in der Regel an Airlines mit Kapazitätsengpässen - vermietet. So war MAP zuletzt beispielsweise für Air France, Olympic oder SkyEurope unterwegs.

Stand: 27.07.2009 - 4:37 PM Uhr

Quelle: austrianaviation.net

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