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Artikel vom 20.07.2010

Airlines sehen sich durch Luftverkehrssteuer diskriminiert

Die deutschen Fluggesellschaften äußern weiter harsche Kritik an der von der Bundesregierung geplanten Luftverkehrsabgabe. Der BDF stellt den ökologischen Sinn der Steuer in Frage und spricht von einer Diskriminierung der deutschen Fluggesellschaften.

BDF-Geschäftsführer Michael Engel - © © BDF -

BDF-Geschäftsführer Michael Engel

Nachdem die geplante Luftverkehrsabgabe bereits innerhalb der Politik für Streit gesorgt hat, legen die Fluggesellschaften mit ihrer Kritik an der Steuer noch einmal nach. Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) sieht eine Diskriminierung der deutschen Airlines, aber keinen ökologischen Nutzen durch die Luftverkehrsabgabe.

„Nach den Plänen des Finanzministers würden Reisende auf einem direkten Inlandsflug mit Lufthansa oder Air Berlin von München nach Hamburg und zurück mit zweimal 13 Euro besteuert und damit insgesamt mit 26 Euro Steuer belastet“, hieß es in einer Mitteilung des BDF vom Dienstag. „Flugreisende, die hingegen mit ausländischen Fluggesellschaften wie Iberia oder Turkish Airlines von München nach Madrid oder Istanbul fliegen, würden für die insgesamt mehr als doppelt so lange Flugreise nur eine einfache Steuer von 13 Euro zahlen müssen.“

Dieses Beispiel zeige „die ganze Fehlsteuerung dieser sogenannten ökologischen Steuer“, so BDF-Geschäftsführer Michael Engel. „Inlandsreisende werden gegenüber Auslandsreisen diskriminiert, und deutsche Fluggesellschaften werden in ihrer eigenen Heimat dafür bestraft, dass sie in Deutschland – noch – eine starke Marktstellung haben. Was ist an einer Luftverkehrssteuer ökologisch, wenn für eine doppelt so lange Flugstrecke nur die halbe Steuer gezahlt werden muss und deutsche Passagiere mit dem Auto zu ausländischen Flughäfen fahren, um von dort zu fliegen?“

Wie der Verband weiter erklärt, würden deutsche Fluggesellschaften von der geplanten Abgabe besonders hart getroffen, da die Steuern nur für Flüge in und ab Deutschland gelten soll. An diesen Flügen haben die deutschen Airlines einen Marktanteil von rund 70 Prozent.

Die Branche erwartet, dass aufgrund der Luftverkehrsabgabe rund fünf Millionen Passagiere zu ausländischen Flughäfen abwandern werden.

Stand: 20.07.2010 - 6:23 PM Uhr

Quelle: airliners.de mit BDF

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