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Artikel vom 12.07.2010

Aeroflot will A350 und 787 ordern

Kritik aus dem Kreml

Die russische Aeroflot hat Bestellungen über je 22 Flugzeuge der Konkurrenzmodelle Airbus A350 XWB und Boeing 787 angekündigt. Prompt schaltete sich der Kreml ein und forderte die Fluglinie auf, mehr Jets aus einheimischer Produktion zu ordern. -

Aeroflot Airbus A319 - © © AirTeamImages.com -

Aeroflot Airbus A319

Russlands größte Fluggesellschaft Aeroflot will bis 2016 je 22 Maschinen vom Typ Airbus A350 sowie Boeing 787 kaufen. Regierungschef Wladimir Putin kritisierte die Airline dafür: «Sie sollten mehr russische Fabrikate kaufen», forderte Putin am Samstag nach Angaben der Agentur Itar-Tass von Aeroflot-Chef Witali Saweljew. Dieser erwiderte, das Unternehmen habe auch 30 Exemplare des neuen russischen Superjet-100 bestellt. Aber die Auslieferung verzögere sich.

Der Superjet-100 ist das erste seit dem Ende der Sowjetunion neuentwickelte Passagierflugzeug Russlands. Der Hersteller Suchoi gehört zur staatlichen Holding UAC, mit der Moskau auf dem internationalen Markt wieder konkurrenzfähig werden will. Künftig sollen jährlich bis zu 70 Maschinen in der Stadt Komsomolsk am Amur rund 7000 Kilometer östlich von Moskau produziert werden.

Putin hatte der Holding UAC wiederholt mangelnde Effizienz vorgeworfen. Der Staat wolle «nicht endlos» die Verluste decken und Fehler der Manager korrigieren.

Stand: 12.07.2010 - 10:30 AM Uhr

Quelle: dpa

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