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Artikel vom 08.09.2010

Diskussion um BBI-Abflugrouten

Erste Vorschläge

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat erste Entwürfe für die An- und Abflugrouten am künftigen Hauptstadt-Airport BBI vorgelegt. Da parallel startende Flugzeuge in einem Winkel von mindestens 15 Grad voneinander wegfliegen müssen, überfliegen sie auch den Süden Berlins.

3D-Simulation des neuen Flughafens in der maximalen Ausbaustufe

Die Lärmbelastungen für einzelne Ortschaften am künftigen Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) können sich laut einem Entwurf der Deutschen Flugsicherung (DFS) zu den Abflugrouten der Maschinen möglicherweise noch verändern. Flughafensprecher Ralf Kunkel verwies am Dienstag auf Anfrage darauf, dass es sich bei den jetzt von der DFS vorgestellten Routen um einen Vorschlag handle. "Den müssen wir jetzt erst einmal bewerten. Erst dann können wir über die weiteren Schritte reden", sagte er.

Hintergrund ist eine internationale Regelung, wonach auf zwei Bahnen parallel startende Flugzeuge nach dem Abheben mindestens in einem Winkel von 15 Grad voneinander wegfliegen müssen. Dadurch kann es auch für einige abseits der bisher geplanten Abfluglinie gelegene Orte zu Lärmbelastungen kommen. Laut "Berliner Kurier" (Dienstagausgabe) könnten unter anderem Zeuthen und Berlin-Köpenick stärker überflogen werden.

Laut Experten haben im laufenden Verfahren mehrere Behörden und Ministerien Mitspracherechte, das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung muss dann die Genehmigung für die Routen erteilen. Es können sich daher noch Änderungen ergeben.

"Ich denke, es ist wichtig für die Bürger, jetzt zu einer schnellen Festlegung der Routen zu kommen, um für Klarheit zu sorgen", sagte Kunkel. Er erwies zugleich darauf, dass es insgesamt durch die Schließung der beiden innerstädtischen Berliner Flughäfen zu "massiven Nettolärmentlastungen" für die Bürger komme. Es würden durch den BBI deutlich mehr Menschen vom Fluglärm entlastet, als mehr belastet würden.

Stand: 08.09.2010 - 10:00 AM Uhr

Quelle: dapd

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