Artikel vom 28.06.2011 0

ADV erwartet höhere Ticketpreise

Luftverkehrssteuer und hohe Kerosinpreise

Der Flughafenverband ADV rechnet damit, dass Flugtickets künftig teurer werden. Grund sei auch die Luftverkehrssteuer: Die Airlines konnten diese laut ADV-Chef Christoph Blume noch nicht vollständig als Preiserhöhung an ihre Kunden weitergeben. Daneben kündigte Blume an, Verspätungen am Flughafen Düsseldorf zu reduzieren.

Flughafen Düsseldorf - © © Hochtief -

Flughafen Düsseldorf

Flugreisen werden nach Einschätzung des Flughafenverbandes ADV bald teurer. "Die Ticketpreise bilden die seit Anfang des Jahres bestehende Luftverkehrsabgabe noch nicht vollständig ab", sagte der Präsident des deutschen Flughafenverbandes ADV, Christoph Blume, den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe (Dienstag).

"Mittelfristig werden die Preise steigen müssen", sagte Blume, der auch Chef des Flughafens Düsseldorf ist. Den Fluggesellschaften sei es bislang nicht gelungen, die gestiegenen Kosten als Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben.

Das Statistische Bundesamt hatte allerdings schon für den Januar einen deutlichen Anstieg der Flugpreise vermeldet, den die Statistiker mit der Luftverkehrsabgabe begründeten. In den folgenden Monaten sind die Kosten für Flüge laut Statistik weiter gestiegen.

In der Branche gebe es weltweit einen starken Preiswettbewerb und Kostendruck, sagte Blume. Zudem habe der hohe Kerosinpreis die Gewinnspannen der Fluggesellschaften ins Rutschen gebracht.

Düsseldorf will Verspätungen reduzieren

Der Flughafen Düsseldorf will Konsequenzen aus den zum Teil heftigen Verspätungen im vergangenen Winter ziehen. Es gebe Überlegungen, einen neuen Planungsstab mit dem Verkehrsministerium von Nordrhein-Westfalen einzurichten, sagte Blume. "Dieser könnte zum Beispiel entscheiden, dass wir nach Schneefall, starken Gewittern oder einem Fluglotsenstreik beide Start- und Landebahnen nutzen können."

Derzeit dürfe der Flughafen nur in der Hälfte der Betriebsstunden beide Start- und Landebahnen nutzen. "Wann wir dies tun, müssen wir eine Woche vorher beantragen. Das Wetter lässt sich aber nicht eine Woche im Voraus präzise vorhersagen", sagte Blume. Ziel sei es auch, Verspätungen am Abend zu reduzieren, um die Anwohner zu schonen.  

Stand: 28.06.2011 - 8:51 AM Uhr

Quelle: dpa-AFX, AFP

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