Winterflugplan dämpft Erwartungen Quartalsausblick: Fraport auf Kurs

05.11.2012 - 15:43 0 Kommentare

Fraport legt am Dienstag die Kennzahlen für das dritte Quartal vor. Nach Analysteneinschätzung hat der Frankfurter Flughafenbetreiber trotz Flugbegleiterstreiks beim Gewinn zugelegt. Zu denken gibt ihnen jedoch der geschrumpfte Winterflugplan.

Freiwillige in farbigen Warnwesten testen am 18.09.2012 auf dem Flughafen Frankfurt den neuen Flugsteig A-Plus. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Freiwillige in farbigen Warnwesten testen am 18.09.2012 auf dem Flughafen Frankfurt den neuen Flugsteig A-Plus. © dpa /Frank Rumpenhorst

Der Flughafenbetreiber Fraport bleibt nach Einschätzung von Analysten trotz des Lufthansa-Streiks im Sommer auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Das Geschäft dürfte von Juli bis September mehr Gewinn abgeworfen haben als ein Jahr zuvor, auch wenn der Ausstand der Flugbegleiter Deutschlands größtes Luftfahrt-Drehkreuz diesmal zeitweise fast lahmgelegt hatte.

Zu denken gibt Analysten der geschrumpfte Winterflugplan. Dieser steht in Kontrast zu den Wachstumserwartungen, die Fraport mit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn vor einem Jahr geweckt hatte. Das Unternehmen will seine Quartalszahlen am Dienstag (6. November) veröffentlichen.

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag befragten Analysten rechnen für das dritte Quartal im Schnitt mit einem Umsatz von 702 Millionen Euro, gut fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) dürfte um knapp drei Prozent auf 296 Millionen Euro gewachsen sein. Unter dem Strich erwarten die Branchenexperten einen Überschuss von 120 Millionen Euro, ein Plus von acht Prozent.

Auf die ersten neun Monate gerechnet, liegt Fraport auf Grundlage der Schätzungen noch hinter seiner geplanten EBITDA-Steigerung von mindestens fünf Prozent zurück. Damit hätte das Unternehmen bislang nur gut zwei Prozent besser abgeschnitten als ein Jahr zuvor. Commerzbank-Analyst Frank Skodzik sieht das Unternehmen dennoch auf Kurs, seine Prognosen für 2012 zu erfüllen.

Im Schnitt rechnen Experten derzeit mit einem Jahresumsatz von gut 2,5 Milliarden Euro. Das EBITDA sollte mit 854 Millionen Euro das geplante Plus von über fünf Prozent erreichen. Unter dem Strich dürfte mit 241 Millionen Euro ähnlich viel hängenbleiben wie ein Jahr zuvor. Für den Frankfurter Flughafen hatte Fraport zuletzt ein Passagierplus von unter vier Prozent in Aussicht gestellt.

Die Aussichten für 2013 schätzen Analysten durchwachsen ein. Der im Oktober veröffentlichte Winterflugplan sieht 4,6 Prozent weniger Starts vor als ein Jahr zuvor. Dabei dürfte sich neben der Insolvenz der Fluggesellschaften Spanair, Malev und Cirrus vor allem das gekappte Flugangebot der Lufthansa bemerkbar machen. Der Platzhirsch in Frankfurt will seine Kapazität im Winter um drei Prozent reduzieren. Commerzbank-Experte Skodzik erwartet, dass die Zahl der Fluggäste am Frankfurter Flughafen dadurch um zwei Prozent zurückgeht. Langfristig seien die Aussichten für Fraport jedoch gut.

Von: dpa-AFX
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