Qatar Airways will A320neo von Airbus nicht mehr

05.01.2017 - 14:55 0 Kommentare

Drohung wahr gemacht: Qatar Airways will die bestellten Maschinen vom Typ A320neo nicht mehr. Stattdessen sollen laut Airline-Chef Akbar Al Baker andere Airbus-Flugzeuge gekauft werden.

Akbar Al Baker, Group Chief Executive von Qatar Airways - © © dpa - Christoph Schmidt

Akbar Al Baker, Group Chief Executive von Qatar Airways © dpa /Christoph Schmidt

Die Golf-Fluggesellschaft Qatar Airways macht ihre Drohung wahr und verzichtet auf die Lieferung von Airbus-Modellen des Typs A320neo. Das sagte der Chef der Airline, Akbar Al Baker, jetzt in Doha.

Qatar Airways werde nur größere Maschinen vom Typ A321neo kaufen. Diese werden von Triebwerken des CFM-Konsortiums aus General Electric und Safran angetrieben. Die A320neo hatte mit den Triebwerken des Konkurrenten Pratt & Whitney aus dem US-Konzern United Technologies längere Zeit Probleme.

Es sei offen, auf welche Triebwerke man setze, erklärte Al Baker. Er hatte bereits damit gedroht, die Bestellung vom A320neo platzen zu lassen. Im Dezember sagte er, seine Fluglinie wolle die Order von 80 Jets auf das größere Mittelstreckenmodell A321neo umschreiben.

Aufgrund der Probleme mit den Triebwerken bei der A320neo hatte Qatar Airways die Abnahme der A320neo abgelehnt. Dadurch wurde die Lufthansa zum weltweit ersten Betreiber dieses Flugzeugtyps. Das war vor knapp einem Jahr. Aber auch bei Deutschlands größter Fluggesellschaft machten die Triebwerke noch Probleme.

© Airbus, Fixion Hintergrund: Airbus setzt auf die A320neo

Die Modelle der A320-Familie sind bei Airbus der Verkaufsschlager. Die weiterentwickelte A320neo ("new engine option") soll 15 Prozent weniger Sprit verbrauchen, mehr Reichweite haben und leiser sein als ihre Vorgängerin. Die Modifikationen betreffen zum Beispiel die Linie der Flügel, die Triebwerksaufhängungen sowie die verbauten Flügelenden (Sharklets).

Von: ch, dpa-AFX
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Die D-AINK trägt den Namen "Heidenheim an der Brenz". Neo-Probleme: Lufthansa bestellt weitere A320ceo

    Lufthansa sattelt im Zuge der A320neo-Probleme um und bestellt mehr Maschinen mit herkömmlichen Triebwerken. Es ist nicht das erste Mal, dass die Airline statt langer Wartezeiten lieber die ältere Airbus-Generation einflottet.

    Vom 10.09.2018
  • Eine A321 Neo mit einem Triebwerk von CFM. Neo-Produktion: Airbus braucht wohl noch Zeit

    Aktuell stockt die Auslieferung von Neo-Flugzeugen, weil die Produktion der Triebwerke von Problemen überschattet ist. Dennoch will Airbus die monatliche Rate hochfahren - dies dauert laut eines Berichts wohl noch.

    Vom 18.09.2018
  • A320-Produktion in der vierten Montagelinie in Finkenwerder. So geht Airbus die Zukunft des Flugzeugbaus an

    An der vierten A320-Endmontagelinie im Hamburger Airbus-Werk läuft einiges anders als bei den übrigen. Unter anderem spielen zwei Roboter eine wichtige Rolle bei der Produktion. Aber das ist längst nicht alles.

    Vom 21.09.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus