Pushback-Fahrzeug sorgt für Verspätung - Airline muss keine Entschädigung zahlen

27.07.2017 - 13:50 0 Kommentare

Eine Maschine verspätet sich, weil ein Pushback-Fahrzeug fehlt - dann muss eine Fluggesellschaft keine Entschädigung zahlen. Verantwortlich ist in diesem Fall laut Amtsgericht Erding jemand anders.

Maschine beim Pushback - © © AirTeamImages.com - Daan van der Heijden

Maschine beim Pushback © AirTeamImages.com /Daan van der Heijden

Ein Pushback-Fahrzeug schiebt ein Flugzeug rückwärts aus der Position am Flugsteig. Verspätet sich eine Flugreise deutlich, weil ein solches Fahrzeug für den Start der Maschine nicht verfügbar ist, muss die Airline keine Entschädigung zahlen.

Denn das Schleppfahrzeug wird vom Flughafen eingesetzt, die Airline hat darauf keinen Einfluss. Das entschied das Amtsgericht Erding (Az.: 7 C 1934/15), berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".

In dem verhandelten Fall ging es um einen Flug aus dem chinesischen Guangzhou über Paris zurück nach München. Das Flugzeug musste in China verspätet starten, weil das Pushback-Fahrzeug nicht rechtzeitig da war. So verpasste die Klägerin ihren Anschlussflug und erreichte ihr Ziel erst mit mehr als drei Stunden Verspätung.

© dpa, Hannibal Hanschke Lesen Sie auch: Verspätung wegen Passagieren mit Flugangst - Entschädigung fällig

In diesem Fall muss die Airline jedoch keinen Ausgleich zahlen, es handelt sich um einen außergewöhnlichen Umstand: Die verspätete Starterlaubnis habe nicht im Einflussbereich der Fluggesellschaft gelegen, so das Gericht. Vielmehr sei der Flughafen dafür verantwortlich. Das Flugzeug sei vonseiten der Airline aus startbereit gewesen.

Von: ch, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Flugzeuge am Airport Düsseldorf. Das bedeutet es, in Düsseldorf Home-Carrier zu sein

    Acht Airlines haben am Flughafen Düsseldorf aktuell den Status eines Home-Carriers inne. Dies richtet sich nicht nur der Zahl stationierter Maschinen. Zudem bringt der Status einige Vorteile mit sich.

    Vom 29.06.2018
  • Einmal im Monat veröffentlicht die Luftrechts-Expertin Nina Naske auf airliners.de eine neue Kolumne. Alle Luftrechts-Folgen lesen. Die neue EASA-Grundverordnung

    Luftrechtskolumne (63) Die Grundregeln der Luftfahrt in Europa werden erneuert. Unsere Luftrechts-Kolumnistin Nina Naske erklärt die neue Verordnung zu gemeinsamen Vorschriften für die Zivilluftfahrt.

    Vom 03.07.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus