Produktionsstart bei Zim Flugsitz in Schwerin

03.03.2017 - 16:40 0 Kommentare

Der Kabinenausstatter Zim Flugsitz hat in Schwerin ein neues Werk eröffnet. Rund zwei Millionen Euro Fördermittel kamen vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Das war aber nicht der einzige Ausschlag für die Standortauswahl.

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (beide SPD, l) und der Geschäftsführer und Inhaber Peter Zimmermann besichtigen am 03.03.2017 die Produktionslinie des neuen Werks der ZIM Flugsitz GmbH in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern).  - © © dpa - Jens Büttner

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering (beide SPD, l) und der Geschäftsführer und Inhaber Peter Zimmermann besichtigen am 03.03.2017 die Produktionslinie des neuen Werks der ZIM Flugsitz GmbH in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern). © dpa /Jens Büttner

Unter Anwesenheit von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypriessowie regionaler Politprominenz aus Mecklenburg-Vorpommern hat der deutsche Kabinenausstatter Zim Flugsitz am Freitag in Schwerin ein neues Werk für Flugzeugsitze eröffnet.

Anfangs sollen rund 20.000 Flugzeugsitze pro Jahr die neue Produktionslinie verlassen, teilte Zim mit. Damit verdoppele sich die Produktionskapazität des Unternehmens, das bereits eine Produktionsstädte mit 160 Beschäftigten im baden-württembergischen Markdorf betreibt.

Am Hauptsitz mit 160 Beschäftigten sei keine Erweiterung mehr möglich, sagt Angelika Zimmermann, Mitbegründerin und Geschäftsführerin der Zim Flugsitz GmbH. Daher wurden nun in Schwerin rund neun Millionen Euro in ein zweites Werk investiert.

Flugzeugsitze aus Deutschland

Zim Flugsitz ist nach Recaro mit Sitz in Schwäbisch Hall der zweitgrößte Flugzeugsitzhersteller in Deutschland. Bis dato sind etwa 65.000 Zim-Flugzeugsitze rund um den Erdball unterwegs. Sie fliegen in allen Klassen der zivilen Luftfahrt - Economy, Premium Economy, Business und First Class - auf Kurz- und Langstrecken unter anderem für Lufthansa, Eurowings und Air Berlin.

Der neue Standort liege in der Nähe zum Flugzeugbauer Airbus und zum Hamburger Hafen, über den die Sitze in alle Welt verschifft würden, erklärt Zimmermann. Das Arbeitskräftepotenzial sei ein weiterer wichtiger Grund für die Ansiedlung in Mecklenburg. Ende 2017 sollen in Schwerin etwa 70 Beschäftigte arbeiten. Ingenieure, Mechaniker, Sattler und Installateure, darunter auch bisherige Pendler und Rückkehrer, würden eingestellt. Mittelfristig soll die Zahl der Mitarbeiter auf etwa 100 steigen.

Zwei Millionen Euro Fördermittel

Gut zwei Millionen Euro Fördermittel für die neue Produktionsanlage kamen vom Land Mecklenburg-Vorpommern. Die Industrie- und Handelskammer Schwerin spricht von einer "nachhaltigen" Investition. Derzeit beschäftigt die Luft- und Raumfahrtbranche Mecklenburg-Vorpommerns rund 800 Mitarbeiter in 30 Unternehmen.

Der Industriepark im Schweriner Süden bietet nach Angaben des Wirtschaftsministeriums inzwischen rund 1000 Arbeitsplätze. Dort produziert bereits unter anderem der Luftfahrt-Zulieferer Flamm Aerotec.

© ZIM Flugsitz, Lesen Sie auch: Flugzeugsitzhersteller legt Grundstein für neues Werk in Schwerin

Von: dh mit dpa
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