Primera Air bringt Berlin weitere Langstrecken

30.08.2018 - 12:00 0 Kommentare

Die Fluggesellschaft Primera Air nimmt 2019 drei Nordamerika-Strecken in Berlin auf. Die Letten stationieren dafür zwei Mittelstrecken-Jets vom Typ Boeing 737MAX am Flughafen Tegel.

Eine Boeing 737 MAX 9 der Primera Air. - © © Primera Air -

Eine Boeing 737 MAX 9 der Primera Air. © Primera Air

Berlin erringt einen weiteren Erfolg im Kampf um mehr Langstreckenverkehr: Die Fluggesellschaft Primera Air richtet im Sommer 2019 drei Nordamerika-Verbindungen ein. Laut Mitteilung wird die lettische Airline ab 7. Juni täglich von Tegel nach New York/Newark starten, kurz darauf viermal wöchentlich nach Boston und dreimal nach Toronto.

Für die Routen werden zwei neue Maschinen der lettischen Primera Air Nordic in Berlin stationiert. Die Mittelstrecken-Jets vom Typ Boeing 737 MAX 9 ER sind mit 189 Sitzen in der Economy- und Premium-Econom-Class ausgestattet. Das Low-Cost-Preissystem sieht in der günstigsten Kategorie weder die Aufgabe von Gepäck nach Bordverpflegung vor.

Mittelstrecken-Jets mit erhöhter Reichweite

Die neuartigen Narrow-Bodies mit erhöhter Reichweite setzt bislang vor allem Norwegian Air ein, um im Transatlantik-Verkehr zu expandieren. Primera Air hat vergangenes Jahr insgesamt 18 Maschinen vom Typ 737 MAX 9 ER bestellt, zehn direkt bei Boeing, weitere acht bei der Air Lease Corporation. Die Auslieferung soll 2019 und 2020 erfolgen. Die Flugzeuge werden für den Langstreckenverkehr mit zusätzlichen Treibstofftanks ausgerüstet.

© AirTeam Images, Artyom Anikeev Lesen Sie auch: Billigflieger drängen auf die Langstrecke Ausblick

Transatlantikflüge nahm Primera Air erstmals in diesem Jahr in London-Stansted und Paris auf. Dort werden Airbus A321neo eingesetzt, von denen die Airline acht bestellt hat. Eine weitere Langstrecken-Basis in Brüssel wurde kürzlich für 2019 angekündigt.

Die lettische Primera Air Nordic gehört wie ihre dänische Schwester Primera Air Scandinavia zur skandinavischen Touristikgruppe Primera Travel. Sie wurde ursprünglich für das Chartergeschäft gegründet und setzt in den vergangenen Jahren verstärkt auf Linienflüge. Derzeit umfasst die Flotte fünf A321neo und zehn Boeing 737NG. Acht Maschinen fliegen bei der dänischen Gesellschaft, sieben bei der lettischen.

© AirTeamImages.com, Carlos Enamorado Lesen Sie auch: Berlin hat ein Langstrecken-Problem

Berlin gewinnt durch den neuen Langstrecken-Carrier allerdings nur ein neues Flugziel, nämlich Boston. Newark wird bereits ganzjährig von United Airlines angeflogen, zum nahegelegenen Airport JFK fliegt im Sommer Delta Air Lines, und nach Toronto startet im Sommer Air Canada Rouge.

Vergangene Woche kündigte American Airlines ebenfalls eine neuen Berlin-Verbindung für das kommende Jahr an: Von Juni bis September wird Tegel viermal wöchentlich mit Philadelphia angeflogen. Insgesamt kann die Flughafengesellschaft damit für den Sommer bislang 2019 elf Langstrecken vorweisen.

Von: pra
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