Etihad erwägt angeblich Einstieg bei Lufthansa

17.01.2017 - 13:00 0 Kommentare

Einem italienischen Medienbericht zufolge will Etihad Anteile der Lufthansa kaufen. Die Rede ist von 30 bis 40 Prozent. Einen ähnlichen Bericht hatte es erst kürzlich gegeben.

Eine A380 von Etihad Airways. - © © Airbus -

Eine A380 von Etihad Airways. © Airbus

Die Fluggesellschaft Etihad Airways aus Abu Dhabi erwägt laut einem Pressebericht im Zuge einer Branchenkonsolidierung eine Beteiligung an der Lufthansa. Das berichtet jetz die italienische Zeitung "Il Messaggero" ohne nähere Quellenangabe.

Demnach könnte Etihad im Zuge einer privaten Kapitalerhöhung einen Anteil von 30 bis 40 Prozent an der deutschen Fluggesellschaft erhalten. Ein Lufthansa-Sprecher wollte auf Anfrage keinen Kommentar dazu abgeben.

Die IAG als Vorbild

Zuletzt hatte der "Spiegel" ohne Quellen-Angabe ähnlich berichtet. Demnach würden die Eigentümer der arabischen Fluggesellschaft ihren verlustreichen Ableger Air Berlin zunächst entschulden, der Lufthansa übertragen und noch zusätzlich Geld zahlen, um an dem ehemaligen Wettbewerber eine Beteiligung von mindestens zehn Prozent zu erwerben.

Vorbild für die Pläne sei die Dachgesellschaft der Wettbewerber British Airways und Iberia, die International Airlines Group (IAG), an der Qatar Airways einen Anteil von 20 Prozent besitzt, hieß es in dem Bericht. Neben Air Berlin könnte so auch die Etihad-Beteiligung Alitalia bei der Lufthansa landen.

© AirTeamImages.com, Montage: airliners.de, TT (Lufthansa), Derek Pedley (Etihad) Lesen Sie auch: Etihad will angeblich Air-Berlin-Anteile in Lufthansa-Beteiligung tauschen

Sowohl Air Berlin als auch Alitalia machen finanziell Verluste. Für die deutsche Fluggesellschaften steht das Rettungsprogramm bereits, für die italienische Airline soll er in diesen Wochen entwickelt werden.

Bei einem möglichen Zusammengehen mit der Lufthansa sehen Beobachter neben engen Vorgaben der EU in Sachen Besitzverhältnissen generell auch kartellrechtliche Probleme als Hemmschuh. Anzeichen für eine mögliche engere Zusammenarbeit zwischen Etihad und der Lufthansa hatte es erst jüngst gegeben: Beide vermarkten im Rahmen eines Codeshare-Abkommens auf bestimmten Strecken gemeinsam Flüge.

© dpa, Boris Roessler Lesen Sie auch: Neue Vorzeichen für die deutsche Luftverkehrspolitik

Von: ch, mit Material von dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG. Lufthansa-Chef Spohr will Belegschaft verjüngen

    Lufthansa wünscht sich innovationsfreudigere Mitarbeiter. Ältere Lufthanseaten sollen daher mit "attraktiven Angeboten" zum Weggang bewogen werden. Frischer Wind soll dann aus anderen Branchen kommen.

    Vom 19.04.2018
  • Flugzeug von Eurowings am Airport München. Eurowings setzt auf Lufthansa-Zubringer

    Eurowings startet Langstrecken-Operations ab München und setzt auch auf Lufthansa als Zubringer. Der Airport in der bayerischen Landeshauptstadt wird neben Düsseldorf zum zweitwichtigsten Airport des Billigfliegers.

    Vom 13.04.2018
  • Lufthansa-Chef Carsten Spohr bei der Hauptversammlung 2018. Lufthansa-Chef sieht Grenzen des Wachstums

    Ungebremste Expansion und stetig sinkende Preise gehören nach Ansicht von Lufthansa-Chef Spohr der Vergangenheit an - nicht nur bei seiner Airline. Denn Personal und Ressourcen sind knapp geworden, sagte er bei der Lufthansa-Hauptversammlung.

    Vom 08.05.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus