Premium-Verkehr zieht leicht an

16.02.2010 - 18:33 0 Kommentare

Die IATA hat ihren "Premium Traffic Monitor" für Dezember 2009 vorgestellt. Dem Bericht zufolge ist die Nachfrage nach Premiumangeboten zum Jahresende gestiegen. Dennoch läuft das Geschäft mit Business- und First-Class-Angeboten immer noch deutlich schlechter als vor der Krise.

Lufthansa First Class - © © Lufthansa -

Lufthansa First Class © Lufthansa

Im Dezember 2009 lag die Zahl der Business- und First-Class-Passagiere weltweit erstmals in diesem Jahr wieder über dem Wert vom Vorjahreszeitraum. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten „Premium Traffic Monitor“ der IATA hervor. Wie der Branchenverband in dem Bericht darlegt, wuchs das Premiumsegment der Airlines im Dezember 2009 um 1,7 Prozent gegenüber Dezember 2008. Auch in der Economy-Klasse verzeichneten die Fluggesellschaften weltweit wieder steigende Passagierzahlen, hier wurden 5 Prozent mehr Fluggäste befördert.

Die beiden Jahreshälften 2009 fielen sehr unterschiedlich aus, stellt die IATA fest. Während das erste Halbjahr durch die letzten Züge einer schweren Rezession gekennzeichnet war, wurde in der zweiten Jahreshälfte eine Erholung verzeichnet. Der Tiefpunkt im Premiumverkehr wurde im Mai 2009 erreicht, als die entsprechenden Passagierzahlen 25 Prozent niedriger lagen als noch zu Beginn 2008. Obwohl die Nachfrage nach Premiumangeboten seitdem um 11 Prozent gestiegen ist, lag sie zum Jahresende immer noch 17 Prozent niedriger als im bestem Monat 2008.

Bei der Economy-Nachfrage war der Tiefpunkt bereits im Februar 2009 erreicht (minus 9 Prozent gegenüber Anfang 2008). Hier hat die Nachfrage seitdem um 7 Prozent angezogen und lag somit im Dezember 3 Prozent unter der Bestmarke von 2008. Die IATA schlussfolgert, dass es neben der eigentlichen Erholung im Economy-Bereich auch weiterhin eine große Zahl von Geschäftsreisenden gegeben hat, die statt der First- oder Business-Klasse die Economy Class nutzen.

Regionale Unterschiede

Darüber hinaus stellte der Branchenverband fest, dass die Erholung in den Märkten weltweit unterschiedlich stark ausfiel. In Fernost legte die Premiumnachfrage bis Dezember wieder um 14,5 Prozent zu. Auch auf Langstrecken von Südamerika nach Europa erholte sich der Premiumbereich und konnte bis zum Jahresende 7,7 Prozent gutmachen.

Auf Nordatlantik-Routen sah es hingegen ganz anders aus: Umfangreiche Kapazitätenkürzungen bei Airlines auf beiden Seiten des Atlantiks sowie die schwache wirtschaftliche Erholung führten dazu, dass das Premiumgeschäft in diesem Markt im Dezember immer noch 1,1 Prozent schwächer war als im Vorjahr.

Leichte Umsatzverbesserung im Premium-Bereich

Eine Verbesserung konnten die Airlines weltweit seit Mitte 2009 auch bei den Durchschnittspreisen (ohne Treibstoffzuschläge und Steuern) für Business- und First-Class-Sitzplätze verzeichnen. Von April bis Dezember seien die Preise für Premiumangebote durchschnittlich um 10 Prozent gestiegen, erklärte die IATA. Trotzdem lägen die Ticketpreise noch rund 20 Prozent unter denen vom zweiten Quartal 2008.

Der zehnprozentige Anstieg der Ticketpreise seit dem Tiefstand und die leicht gestiegene Zahl der Passagiere haben dazu geführt, dass die Umsätze der Airlines im Premiumsegment im Dezember 2009 rund 2,6 Prozent höher ausfielen als im Dezember 2008. Da sich der Premiumverkehr jedoch insgesamt noch nicht wieder vollständig erholt hat, schätzt die IATA, dass auch die Umsätze im Premiumsegment insgesamt noch 35 Prozent geringer ausfallen als Anfang 2008.

Von: airliners.de
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