Premium-Verkehr wächst auch im April

16.06.2010 - 17:57 0 Kommentare

Die zeitweisen Sperrungen des europäischen Luftraums im April hat den globalen Aufschwung der Branche gebremst, wie die IATA in ihrem aktuellen "Premium Traffic Monitor" feststellt. Dabei war die Economy Class stärker betroffen als die Business- und First Class. Dafür sorgte die anziehende Nachfrage in Asien und den USA.

Gulf Air stellt  die Falcon-Gold-Business-Class vor - © © Gulf Air -

Gulf Air stellt die Falcon-Gold-Business-Class vor © Gulf Air

Der Aufschwung der Luftfahrtbranche hat im April aufgrund der zeitweisen Schließung des europäischen Luftraums einen herben Dämpfer versetzt bekommen. Die Anzahl der beförderten Passagiere ging weltweit um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Im ersten Quartal war die Anzahl noch um 7,4 Prozent gestiegen. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten „Premium Traffic Monitor“ der International Air Transport Association (IATA) für den Monat April hervor.

Dabei war der Economy-Verkehr stärker betroffen als der Premium-Verkehr, was auf das Wachstum in anderen Märkten zurückzuführen ist. Während die Anzahl der Economy-Passagiere im Jahresvergleich um 6,5 Prozent zurückging, wuchsen Business- und First Class um 1,1 Prozent. Im ersten Quartal hatten beide Segmente jedoch noch um 7,4 Prozent sowie 7,6 Prozent zugelegt.

Starker Rückgang des Europageschäfts

Der europäische Luftverkehr brach nach den Flugunterbrechungen durch Vulkanasche erwartungsgemäß ein. Nach einem Wachstum von 3,9 Prozent im ersten Quartal des Jahres ging die Anzahl der Reisenden im April um 15,6 Prozent zurück. Von und nach Nordamerika sanken die Verkehrsströme um 12,7 Prozent. Von und nach Asien gingen sie um acht Prozent zurück.

Die Schließung des europäischen Luftraums hatte auch Auswirkungen auf andere Märkte, da Reisende ihr Endziel nicht erreichen konnten. Im Gegensatz dazu legte der Premiumverkehr in Nordamerika und Asien-Pazifik aufgrund der wieder erstarkenden Märkte um 15,1 Prozent zu. Die Nachfrage von Premiumprodukten zwischen dem Nahen Osten und Asien bleibt mit einem Wachstum von 25,7 Prozent weiter sehr stark. Das Wachstum innerhalb Südamerika ist mit einem Plus von 6,9 Prozent ebenfalls beachtenswert.

Weitere Informationen:

IATA Premium Traffic Monitor (April 2010)

Von: airliners.de
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