Europa weiter unter Druck

Premium-Verkehr legt zu

17.03.2010 - 12:43 0 Kommentare

Die IATA hat ihren «Premium Traffic Monitor» für Januar 2010 vorgestellt. Dem Bericht zufolge ist die Nachfrage nach Premiumangeboten zum Jahresanfang gestiegen. Dabei gibt es jedoch deutliche regionale Unterschiede.

Boeing 747-400 beim Start - © &cop -

Boeing 747-400 beim Start &cop<; AirTeamImages.com

Der internationale Luftverkehr ist gemessen an der Anzahl der beförderten Passagiere im Januar 2010 um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Gleichzeitig legten die Fluggäste im Schnitt wieder größere Distanzen (+ 6,4 Prozent) zurück, vor allem nach Asien. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten „Premium Traffic Monitor“ der IATA hervor.

Wie der Branchenverband in dem Bericht darlegt, verzeichnen neben dem Economy- (+ 5,7 Prozent) auch der Premiumverkehr (+ 5,5 Prozent)  Zuwachsraten gegenüber dem Januar 2009.

Der Premium-Verkehr erholt sich vom tiefen Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2009. Das Januarergebnis liegt zudem 0,2 Prozent über den Zahlen vom Dezember 2009 und 9,4 Prozent über dem Tiefpunkt am Beginn des letzten Jahres. Doch auch die Januarzahlen liegen noch immer 16 Prozent unter den Höchstwerten.

Der Eceonomy-Verkehr hatte im Zuge der Wirtschaftskrise nicht so radikale Einbrüche verzeichnet, da viele Premium-Passagiere auf preiswertere Economy-Tickets wechselten. Die nun langsam wieder erstarkende Wirtschaft führt auch wieder zu vermehrten Premium-Buchungen.

Dabei gibt es jedoch regionale Unterschiede. Sowohl Premium- als auch Economy-Verkehr wuchsen in Asien und Südamerika am stärksten. Im Nordatlantikverkehr konnte zwar ebenfalls ein positives Wachstum verzeichnet werden, doch dieser steht noch auf wackligen Füßen. Auf den Routen über den Südatlantik betrug das Wachstum dagegen 16 Prozent. Der Nahe Osten profitiert von den Marktanteilen im Langstreckensegment der lokalen Größen wie zum Beispiel Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways. In Afrika zeigte sich ein gemischtes Bild. Hier waren die Märkte von der Finanzkrise weniger betroffen, konnten aber von der späteren Erholung kaum profitieren.

Am schwächsten zeigte sich im Januar der innereuropäische Premium-Verkehr, der noch immer sieben Prozent unter dem Vorjahreswert liegt, nachdem ein Einbruch von 25 Prozent im Jahr 2009 verzeichnet wurde. Die Wanderung in die hintere Kabine scheint auf europäischen Kurz- und Mittelstrecken beständiger als in anderen Märkten zu sein, vermutet die IATA.

Von: airliners.de
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