Premium Aerotec startet 3D-Druck von Flugzeugbauteilen

06.08.2014 - 15:02 0 Kommentare

Premium Aerotec hat jetzt eine Fertigungsanlage für den 3D-Druck von metallischen Flugzeugbauteilen in Betrieb genommen. Bereits in absehbarer Zeit sollen erste Serienbauteile gefertigt werden.

Airbus A350-Teil aus dem 3D-Drucker. - © © Airbus -

Airbus A350-Teil aus dem 3D-Drucker. © Airbus

Premium Aerotec hat jetzt mit der generativen Fertigung – gewissermaßen dem „3D-Drucken“ – von metallischen Flugzeugbauteilen begonnen. Im Technologiezentrum Varel (TZV) in Niedersachsen hat das Unternehmen eine entsprechende Fertigungsanlage in Betrieb genommen, teilte der Luftfahrtzulieferer mit. Ab 2016 sollen mit diesem Verfahren erste Serienbauteile gefertigt werden.

Bei der generativen Fertigung – Additive Layer Manufacturing (ALM) – handelt es sich um ein Schichtbauverfahren aus Metallpulver, das für sämtliche relevanten Metalle wie zum Beispiel Titan, Aluminium oder Stahl angewandt werden kann. Das Pulver wird dazu schichtweise aufgelegt und ein programmgesteuerter Laserstrahl schmilzt es auf vorgegebenen Bahnen auf. So entsteht Schicht um Schicht ein Bauteil, das in seiner Festigkeit und Stabilität einem zerspanten Bauteil entspricht.

© Rolls-Royce, Lesen Sie auch: 3D-Druck - Junge Branche mit großem Potenzial

Ein Vorteil der Technik liegt darin, dass Einzelteile kurzfristig hergestellt werden können. Der Rüstaufwand und Produktionsvorlauf ist deutlich geringer als bei herkömmlichen Verfahren. Zudem ermöglichen generative Verfahren die effiziente Herstellung von überaus komplexen oder bionischen Strukturen. Derart konstruierte Bauteile sind wesentlich leichter und sparen in einem Flugzeug sehr viel Gewicht, was wiederum zu mehr Effizienz und geringerem Treibstoffverbrauch führt.

Von: airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Ab 2024 soll die E10-Maschine in Serienproduktion gehen. Münchner sammeln Millionen für E-Flug ein

    Ein Münchner Start-Up will in sechs Jahren kommerzielle Elektroflugzeuge zur Serienreife bringen. Unterstützung kommt aus Fernost: Mit einem chinesischen Unternehmen entsteht eines der größten Kompetenzzentren für E-Fliegen.

    Vom 18.09.2018
  • Die D-AINK trägt den Namen "Heidenheim an der Brenz". Neo-Probleme: Lufthansa bestellt weitere A320ceo

    Lufthansa sattelt im Zuge der A320neo-Probleme um und bestellt mehr Maschinen mit herkömmlichen Triebwerken. Es ist nicht das erste Mal, dass die Airline statt langer Wartezeiten lieber die ältere Airbus-Generation einflottet.

    Vom 10.09.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus