Lufthansa Cargo macht weiter Gewinn

23.03.2018 - 08:44 0 Kommentare

Lufthansa Cargo ist im vergangenen Jahr aus den roten Zahlen gekommen. Den Trend will man auch im aktuellen Jahr fortsetzen - zunächst habe man das auch geschafft, so Chef Gerber. Helfen soll ein Sparprogramm.

Eine umlackierte Frachtmaschine von Lufthansa Cargo wird beladen. - © © Lufthansa Cargo -

Eine umlackierte Frachtmaschine von Lufthansa Cargo wird beladen. © Lufthansa Cargo

Lufthansa Cargo sieht nach gelungener Rückkehr in die Gewinnzone kein Ende ihres Höhenflugs. "Seit September 2016 hatten wir nur profitable Monate, einschließlich März", sagte Chef Peter Gerber. Die Hochphase werde irgendwann enden, aber dafür gebe es derzeit keine Anzeichen.

Im November brachte die Kranichtochter einen vorübergehend stillgelegten Frachtflieger vom Typ MD-11 zurück in die Luft. "Der Plan ist, den Flugzeugtypen weiter im Dienst zu lassen", sagte Finanzvorstand Martin Schmitt.

Sieben Boeing 777 statt zwölf MD-11

Insgesamt ist Lufthansa Cargo derzeit mit zwölf alten MD-11 und fünf neuen Frachtern vom Typ Boeing 777 unterwegs. Das Management sucht nach neuen oder gebrauchten Boeing 777, um alle alten Maschinen bis zum Jahr 2025 zu ersetzen. Zuletzt wurde spekuliert, die Kranich-frachttochter wolle einen weiteren Boeing-Frachter kaufen - für ihre Tochter Aero Logic.

Die Boeings sind am Markt aber derzeit schwer zu bekommen. Weil die MD-11 kleiner ist, brauche es für die gleiche Kapazität etwa sieben Boeing 777, sagte Gerber. Auch ein Ausbau der Flotte sei denkbar, wenn sich der Markt entsprechend entwickle. Rund die Hälfte der Fracht von Lufthansa Cargo wird in den Frachträumen der Passagierjets des Konzerns befördert.

Außerdem überlegt Lufthansa Cargo, weitere Kapazitäten bei ihrem Ableger Aero Logic einzurichten, einem Gemeinschaftsunternehmen mit der Deutschen Post DHL. Acht Maschinen von Aero Logic sind von Montag bis Freitag für DHL und am Wochenende für Lufthansa Cargo im Einsatz. Die Aero-Logic-Piloten verdienen weniger als ihre Kollegen in den Fliegern mit dem Kranich-Logo.

Falsche Prognosen für 2018

Wie schwankungsanfällig das Luftfrachtgeschäft ist, zeigt sich auch daran, wie negativ Gerber die Aussichten Anfang 2017 eingeschätzt hatte. Da war er von roten Zahlen und auch für 2018 von keinem hohen Gewinn ausgegangen. "Wir lagen völlig falsch", räumte er jetzt ein. Nach einem operativen Verlust von 50 Millionen Euro im Vorjahr kehrte Lufthansa Cargo 2017 mit 242 Millionen Euro in die schwarzen Zahlen zurück.

© dpa, Axel Heimken Lesen Sie auch: Das steht in der Lufthansa-Bilanz Analyse

Dazu trug auch das harte Sparprogramm bei, durch das an die 800 Jobs wegfallen sollen. Von den geplanten Einsparungen von 80 Millionen Euro seien jetzt 72 Millionen erreicht, sagte Gerber. Der Rest soll bis Ende 2018 folgen. Gemessen am Umsatz kletterte die Lufthansa mit ihren Frachttöchtern Lufthansa Cargo und Swiss Cargo ihm zufolge wieder auf Platz eins der Frachtfluglinien weltweit, knapp vor der arabischen Fluglinie Emirates.

Von: dpa-AFX, br
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

  • Brigitte Zypries. Medien: Bund stimmte sich frühzeitig mit Lufthansa ab

    Die Regierung soll schon kurz vor der Air-Berlin-Insolvenz mit Lufthansa Gespräche über die Zukunft der insolventen Konkurrentin geführt haben. Auch diente die Absicht des Kranichs, LGW und Niki zu kaufen, wohl als Absicherung.

    Vom 31.01.2018
  • Warren Buffett ist laut "Forbes" der drittreichste Mann der Welt. (Foto: Fortune Live Media, gepostet auf Flickr, CC BY-NC-ND 2.0) Warum Lufthansa für Buffet interessant ist

    Hintergrund Einen dreistelligen Milliarden-Betrag verwaltet Investor Buffett mit Berkshire Hathaway. Das Geld möchte er auch in eine Airline investieren. Für ihn lohnt sich der Blick nach Deutschland.

    Vom 02.03.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus