Pläne für Zukunft des Tegeler Flughafens nehmen Gestalt an

02.06.2015 - 09:56 0 Kommentare

Vor drei Jahren floppte der Start des neuen Hauptstadtflughafens BER - und damit die Schließung des Flughafens Tegel. Dabei gibt es für dessen riesiges Areal große Vorhaben. Dort plant man für den Tag X.

Ein Flugzeug der Air Berlin startet vom Flughafen Berlin-Tegel.

Ein Flugzeug der Air Berlin startet vom Flughafen Berlin-Tegel.
© dpa - Bernd von Jutrczenka

Seit 1975 entwickelte sich Tegel zum wichtigsten Passagierflughafen Berlins.

Seit 1975 entwickelte sich Tegel zum wichtigsten Passagierflughafen Berlins.
© Flughafen Berlin Brandenburg GmbH/Archiv

Luftaufnahme des Flughafen Berlin-Tegel aus dem Jahr 2005.

Luftaufnahme des Flughafen Berlin-Tegel aus dem Jahr 2005.
© Flughafen Berlin Brandenburg GmbH/Archiv

Flugzeuge stehen auf Parkpositionen des Flughafens Berlin-Tegel.

Flugzeuge stehen auf Parkpositionen des Flughafens Berlin-Tegel.
© dpa - Ralf Hirschberger

Das Terminal-Gebäude des Flughafens Berlin-Tegel.

Das Terminal-Gebäude des Flughafens Berlin-Tegel.
© dpa - Jens Kalaene

Blick ins Terminal des Berliner Flughafens Tegel

Blick ins Terminal des Berliner Flughafens Tegel
© dpa

Die Pläne für einen Forschungs- und Industriepark auf dem Gelände des heutigen Berliner Flughafens Tegel nehmen mehr und mehr Gestalt an. Ende dieses Jahres könnten die ersten Bebauungspläne festgesetzt werden, sagte der Geschäftsführer der landeseigenen Tegel Projekt GmbH, Philipp Bouteiller. "Wir rechnen damit, dass wir Anfang 2018 auf das Gelände kommen." Die Baufläche ist mit gut 200 Hektar so groß wie der Berliner Tiergarten.

Eigentlich sollte der Flughafen Tegel schon 2012 schließen - wären nicht vier Eröffnungstermine für den neuen Hauptstadtflughafen geplatzt, darunter der groß für den 3. Juni 2012 geplante Start. Nun soll der Neubau im zweiten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen, Tegel spätestens sechs Monate später schließen. Bouteiller sagt: "Ein paar Monate Verschiebung nach vorn oder hinten sind uns egal. Wir haben einen unendlich langen Atem, wir planen unser Projekt für 30 Jahre."

Berliner Senat hofft auf 15.000 Arbeitsplätze

Die Gesellschaft will auf dem insgesamt 495 Hektar großen Areal nordwestlich der Innenstadt Gründer, Studenten, Investoren, Industrielle und Wissenschaftler zusammenzubringen. Platz ist - in mehren Ausbaustufen - für 800 kleine Unternehmen und Institute auf gut 200 Hektar. Der Senat hofft auf 15.000 Arbeitsplätze.

© dpa, Jens Kalaene Lesen Sie auch: Noch keine genauen Kosten für Nachnutzung des Flughafens Tegel

Geplant ist etwa, dass die Berliner Beuth-Hochschule für Technik in das sechseckige Gebäude einzieht. "Wir brauchen zwingend einen Wissenschaftskern, um die Entwicklung zu starten", sagte Bouteiller. Vorbild ist Adlershof, der Technologiepark im Südosten der Hauptstadt, wo inzwischen 16.000 Menschen arbeiten.

In Blickpunkt in Tegel stehen Technologien aus Energie, Mobilität, Recycling, Wasserversorgung, Werkstoffe und Informationstechnik. Das Interesse für Ansiedlungen sei groß, sagte Bouteiller, ohne jedoch Namen oder Zahlen zu verraten. Denn die Projektgesellschaft kann im Moment nicht mehr ausrichten, als Interessenten zu Werben und sie möglichst bis 2018 bei der Stange zu halten.

Von: dpa
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