Lufthansa und Gewerkschaften wollen besser zusammenarbeiten

03.12.2015 - 09:59 0 Kommentare

Lufthansa und die Gewerkschaften wollen in Zukunft besser zusammenarbeiten. Darauf haben sich alle Seiten bei einem Spitzentreffen geeinigt. Der Konzern sprach von einem "Vertrauensgipfel".

Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa auf dem Münchener Flughafen. - © © dpa - Nicolas Armer

Maschinen der Fluggesellschaft Lufthansa auf dem Münchener Flughafen. © dpa /Nicolas Armer

Inmitten ihrer festgefahrenen Tarifkonflikte hat die Lufthansa mit den Gewerkschaften eine bessere Zusammenarbeit vereinbart. Die Fluggesellschaft verständigte sich bei einem Spitzentreffen mit der Pilotenvereinigung Cockpit, der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi darauf, "dass Zusammenarbeit, Vertrauen sowie Kommunikation verbessert werden müssen", teilten die Beteiligten in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Tarifgespräche sollen demnach künftig "außerhalb der Öffentlichkeit" und "im vertrauensvollen Rahmen" stattfinden. Über die Details des Zusammentreffens vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Der sogenannte Jobgipfel sollte dazu beitragen, den Dauerstreit zwischen Management und den Arbeitnehmervertretern zu lösen, der bereits zu 13 Pilotenstreiks und einem Rekordausstand der Flugbegleiter geführt hat.

Das Treffen habe sich im Verlauf zu einem "Vertrauensgipfel" entwickelt, erklärte Lufthansa-Personalvorstand Bettina Volkens. Allein dies sei ein "gutes und wichtiges Ergebnis" im Interesse der Beschäftigten. Gesprochen werden sollte insbesondere über die Auswirkungen des geplanten Konzernumbaus auf die Arbeitsplätze im Inland, wie im Vorfeld bekannt wurde.

Piloten sagen erst kurzfristig zu

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte ihre Teilnahme erst kurz vor Beginn des Treffens zugesagt. Zuvor habe das Unternehmen zugesichert, dass es Gesprächsinhalte nicht vor Gericht gegen die VC verwerten werde, teilte die Gewerkschaft mit. Die VC hatte Bedenken geäußert, dass ihre Teilnahme juristisch als erneute illegale Einmischung in unternehmerische Belange des Konzerns gewertet werden könne.

© dpa, Tim Brakemeier Lesen Sie auch: Lufthansa und Verdi einigen sich auf Tarifvertrag

Die Lufthansa befindet sich derzeit mit Ufo und Cockpit in einem langwierigen Tarifkonflikt. Darin geht es zwar zunächst um Löhne und die umstrittene Übergangsversorgung für ältere Arbeitnehmer. Im Hintergrund aber steht auch der Streit um das Low-Cost-Konzept Eurowings. Mit Verdi hatte sich die Fluggesellschaft am Wochenende auf einen neuen Tarifvertrag für rund 33.000 Beschäftigte geeinigt.

Von: ch, AFP, dpa
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