Pilot muss wegen Trunkenheit vor dem Start zehn Monate ins Gefängnis

22.09.2015 - 09:48 0 Kommentare

Zehn Monate ins Gefängnis muss ein Air-Baltic-Pilot, der kurz vor dem Start mit 0,54 Promille Alkohol im Blut ertappt wurde. Andere Besatzungsmitglieder waren zwar betrunkener, wurden aber zu deutlich geringeren Strafen verurteilt.

Heck einer Air Baltic-Maschine - © © AirTeamImages.com -

Heck einer Air Baltic-Maschine © AirTeamImages.com

Wegen Trunkenheit kurz vor dem Start einer Passagiermaschine hat ein norwegisches Gericht einen lettischen Piloten zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Copilot war bereits im August zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, nachdem bei ihm ein Blutalkoholwert von 1,35 Promille festgestellt worden war - ein fast sieben Mal über der legalen Grenze liegender Wert. Zwei Flugbegleiterinnen wurden ebenfalls wegen Trunkenheit zu 45 und 60 Tagen Gefängnis verurteilt.

Die norwegische Polizei hatte die Besatzung der Air-Baltic-Maschine kurz vor dem Start in Oslo nach einem anonymen Hinweis auf Alkohol getestet. Die Maschine sollte mit rund hundert Menschen an Bord nach Kreta fliegen. Obwohl der Pilot mit 0,54 Promille weniger Alkohol im Blut hatte als seine Kollegen, erhielt er aufgrund seiner Position und seiner Verantwortung für die Sicherheit an Bord die höchste Strafe. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr Haft gefordert, sein Anwalt hatte auf drei bis vier Monate plädiert. Nach dem Vorfall im August hatte Air Baltic die Alkoholtests für Cockpit-Crews und Kabinenpersonal verschärft.

Von: gk, AFP
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