Pia lässt Flughafen Leipzig/Halle warten

20.06.2017 - 11:31 0 Kommentare

Es wird zunächst keine Flüge zwischen Leipzig/Halle und New York geben. Der deutsche Airport sagt, er warte auf eine Rückmeldung der Pakistan International Airlines. Diese soll in einen Korruptionsskandal verwickelt sein.

Boeing 777 der Pakistan International Airlines. Die Flotte der Airline besteht aus elf Maschinen des Typs A320 und elf Boeings 777. - © © AirTeamImages.com -

Boeing 777 der Pakistan International Airlines. Die Flotte der Airline besteht aus elf Maschinen des Typs A320 und elf Boeings 777. © AirTeamImages.com

Der Start für ein Engagement der Pakistan International Airlines (Pia) am Flughafen Leipzig/Halle ist nicht in Sicht. Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Verbindung wird es doch nicht in den Sommerflugplan schaffen. Wir stehen regelmäßig in Kontakt mit Pia und müssen abwarten."

Ursprünglich sollte Pia schon im Januar zwischen Leipzig/Halle und New York fliegen. Ob die Verbindungen im Winter aufgenommen wird, ist noch unklar. Pia selbst reagierte nicht auf eine Anfrage von airliners.de.

Hintergrund der Verzögerung ist laut Informationen der "Bild"-Zeitung die Entlassung des Ex-Pia-Chefs Bernd Hildenbrand. Gegen den ehemaligen Lufthansa-Manager werde wegen Korruption ermittelt. Laut mehrere Medien soll er eine unüblich hohe Leasingrate für die drei Langstrecken-Flugzeuge der Sri Lankan Airlines ausgehandelt haben, die Pia angemietet hat.

Niedrige Leasinggebühren für A330

Statt der marktüblichen 4000 Euro pro Flugstunde, soll Hildenbrand 8000 Euro je Stunde im Leasing-Deal vereinbart haben. Sri Lankan Airlines hingegen beklagt auch einen Millionenschaden, da die Maschinen von Pia nicht zum vereinbarten Zeitpunkt abgenommen wurden. Hildenbrand war für die Lufthansa lange im Cargo-Bereich in Asien stationiert.

Auch soll Hildenbrand einen Airbus A310 unter Wert an ein deutsches Museum verkauft haben. Die pakistanische Zeitung "The Express Tribune", Partnerin der "New York Times", berichtete, Hildenbrand selbst hätte das Flugzeug gekauft. Kaufpreis: 50.000 Euro.

Pakistans Innenministerium ermittelt mittlerweile gegen Hildenbrand. Dieser war zwischenzeitlich in Pakistan festgesetzt gewesen. Laut "Bild" werde es für den Zeitraum der Untersuchungen keinen Start der Pia in Leipzig geben.

Von: cs
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus