Verhandlungen mit Reisebüros

People's Viennaline prüft Charterflüge

16.09.2011 - 12:19 0 Kommentare

Angesichts einer Auslastung von 40 Prozent auf den Linienflügen zwischen Altenrhein und Wien, prüft People's Viennaline einen Einstieg in das Chartergeschäft. So schaut sich das Unternehmen nach Skichartern um und steht für den Sommer 2012 in Verhandlungen mit Reisebüros.

Illustration eines Embraer 170 in den Farben der People's Viennaline - © © People's Viennaline -

Illustration eines Embraer 170 in den Farben der People's Viennaline © People's Viennaline

Armin Unternährer, Geschäftsführer des Schweizer Flughafens St. Gallen-Altenrhein und der dort ansässigen Fluggesellschaft People's Viennaline, überlegt ins Chartergeschäft einzusteigen. Wie das österreichische Luftfahrtportal „Austrian Aviation Net“ berichtet, will Unternährer dadurch das bislang einzige Flugzeug und auch die Crews besser auslasten. „Im Herbst werden wir noch zwei oder drei weitere Einzelcharter fliegen. Wir schauen uns aber für den Winter auch nach Skicharterflügen um und für die Sommerkataloge stehen wir in Verhandlungen mit den Reisebüros“, sagte Unternährer

Die Charterflüge mit Embraer 170 sollen am Tagesrand stattfinden: am Abend den Hinflug und am nächsten Morgen den Rückflug. Außerdem sei zwischen den Linienflügen am Samstagvormittag und der Rotation am Sonntagabend genug Platz für Charterflüge. „Da ergeben sich für den Airport und die Viennaline sicher zwei bis drei Ferienflüge.“

Die Auslastung der Linienflüge nach Wien liege derzeit bei 40 Prozent, so Unternährer. „Das ist sehr schön aber noch nicht befriedigend. Das wird sich noch verbessern. Die Vorausbuchungen stimmen uns optimistisch“. Einmal mehr bekräftige Unternährer, die Preisschlacht mit Austrian Airlines durchzustehen. Der notwendige finanzielle Background sei da.  

Durch den Konkurrenzkampf mit Austrian Airlines ist das Passagieraufkommen am Flughafen Altenrhein um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der bisherige Passagierrekord liegt bei 110.000 abgefertigten Passagieren. Die Viennaline belaste aber gesamtwirtschaftlich das Ergebnis der People’s Holding, räumte Unternährer ein. Positiv entwickle sich die Business Aviation. In diesem Jahr wuchs das Aufkommen der Businessjets um sieben Prozent und macht mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen des Flughafens aus.  Mit Überraschungen rechnet Unternährer im nächsten Jahr nicht. „Ich erwarte, dass 2012 sowohl die People‘s Viennaline als auch die Austrian Airlines die Strecke Altenrhein-Wien weiterhin parallel fliegen werden.“, so der People’s-Chef abschließend.

Link: Sommer-Interview mit Armin Unternährer

Von: Roman Payer, Austrian Aviation Net
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