Überangebot im Bodenseeraum

People's Viennaline streicht Flüge

22.06.2011 - 11:20 0 Kommentare

People's Viennaline hat eine Ausdünnung ihres Flugangebots zwischen der Heimatbasis Altenrhein und Wien angekündigt. In den Sommermonaten sollen an Wochentagen entweder die Morgen-, Mittags- oder Abendrotation entfallen. Ob die Flugfrequenzen dauerhaft gekürzt werden, wird im Herbst entschieden.

Illustration eines Embraer 170 in den Farben der People's Viennaline - © © People's Viennaline -

Illustration eines Embraer 170 in den Farben der People's Viennaline © People's Viennaline

Die am Flughafen Altenrhein beheimatete Regionalfluggesellschaft People's Viennaline setzt den Rotstift an und nimmt während der Sommermonate einige Rotationen nach Wien aus dem Programm. Nach Angaben der österreichischen „Wirtschaftspresseagentur“ entfallen zwischen dem 5. Juli und 23. August an den meisten Wochentagen einer der drei täglichen Flüge – morgens, mittags oder abends.

Es mache ökonomisch keinen Sinn, ein leeres Flugzeug nach Wien und zurück zu fliegen, wird Armin Unternährer, Geschäftsführer der People's Viennaline zitiert. Die Ausdünnung habe mit den buchungsschwächeren Sommermonaten zu tun. Er werde sich die Zahlen nach den Sommermonaten anschauen und dann entscheiden, ob dauerhaft gering nachgefragte Rotationen komplett entfallen, ergänzte Unternährer.

Die Airline hatte Ende März den Flugbetrieb ab Altenrhein mit einer 76-sitzigen Embraer 170 aufgenommen. Mit ihren Wien-Flügen tritt sie in direkte Konkurrenz zu Austrian Airlines, die auf der Verbindung kleinere Maschinen einsetzt. Zudem fliegt InterSky von Friedrichshafen nach Wien. Damit gibt es insgesamt drei Fluglinien, die den Bodensee-Raum mit Wien verbinden.

People’s Viennaline wurde im Herbst 2010 von einer Tochtergesellschaft des FlughafensAltenrhein gegründet. Für Misstöne sorgte eine einseitige Kündigung eines Vertrags mit Austrian Airlines. Der Flughafen, der als "People's Business Airport" vermarktet wird, wollte damit offenbar den einzigen direkten Konkurrenten zu einemCodeshare bewegen. Die Austrian hatte zuvor erwogen, die Strecke einzustellen. Nun pocht die AUA allerdings auf Einhaltung des noch fünf Jahre laufenden Vertrags.

Von: airliners.de
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