"Pay to fly" bei der Germania? "Das ist Quatsch"

06.03.2015 - 11:28 0 Kommentare

Immer wieder heißt es in Branchenkreisen: Bei der Fluggesellschaft Germania müssen Piloten dafür bezahlen, um fliegen zu dürfen. Das ist Quatsch, sagte Airline-Chef Karsten Balke im Interview. Außerdem sprach er über ein neues Projekt in der Schweiz und ein mögliches Comeback der Gambiabird.

Karsten Balke, Chief Executive Officer der Germania. - © © Germania -

Karsten Balke, Chief Executive Officer der Germania. © Germania

Germania-Chef Karsten Balke hat im Interview mit airliners.de der Behauptung, bei der Airline würde es "pay to fly" geben, widersprochen. "Bei uns bezahlt kein Pilot dafür, um fliegen zu können. Das ist Quatsch", sagte er im Gespräch auf der Tourismusmesse ITB. "Es wird ja immer kolportiert, dass ein junger, angehender Pilot der Firma Geld gibt, damit er fliegen kann. Also bei uns gibt es sowas nicht." Ob es das bei anderen gebe, könne er nicht sagen.

Außerdem kündigte Balke den genauen Startzeitpunkt der Germania Flug AG in der Schweiz und erste Ziele an. Die Germania wird in Zusammenarbeit mit ihren Schweizer Partnern ab Zürich internationale Charter-Flüge zu touristischen Zielen anbieten. Los geht es am 26. März mit der Route Zürich-Antalya, aber auch Griechenland, der Kosovo und Ägypten sollen angeflogen werden. Zunächst werden die Flüge mit zwei A319 mit je 150 Sitzen bedient. Die Germania Flug AG ist keine Tochter der Germania. "Wir haben der Germania Flug AG unseren Namen gegeben und geben auch gerne unser Wissen dazu", sagte Balke. Germania habe jedoch eine wesentliche Beteiligung. Wie hoch, sagte er nicht.

Während es in der Schweiz mit dem neuen Projekt vorangeht, ist ein Comeback eines alten Projekts sehr unwahrscheinlich. Germania war Mehrheitsgesellschafter bei der in Banjul in Gambia ansässigen Gambiabird, die den Flugbetrieb Anfang des Jahres aufgrund der Ebola-Epidemie eingestellt hatte. "Die Lage dort hat sich seitdem nicht geändert", sagte Balke. "Wir sind für alles offen, aber je länger alles dauert, desto unwahrscheinlicher wird ein Comeback der Gambiabird."

Angesprochen auf die Entlassung der beiden Geschäftsführer Andreas Wobig und Oliver Pawel im vergangenen Oktober sagte der Germania-Chef: "Es gab zwischen der Geschäftsführung und den Gesellschaftern Differenzen im Hinblick auf die Entwicklung von Germania."

Von: airliners.de
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