Passagierzahlen: Ryanair wächst kräftiger als Easyjet

04.08.2017 - 15:35 0 Kommentare

Die beiden großen europäischen Low-Cost-Carrier Europas legen ihre Passagierzahlen vom Juli vor: Ryanair wächst zweistellig - Easyjet scheitert knapp an der Marke. Bei der Sitzauslastung sind sich beide aber sehr nah.

Maschinen der Easyjet und der Ryanair am Airport in Brüssel. - © © AirTeamImages.com - Serge Bailleul

Maschinen der Easyjet und der Ryanair am Airport in Brüssel. © AirTeamImages.com /Serge Bailleul

Easyjet hat im vergangenen Monat laut einer Mitteilung rund 8,2 Millionen Passagiere befördert. Das sind 8,9 Prozent mehr als im Juli 2016. Die Sitzauslastung des britischen Billigfliegers stieg um 1,1 Prozentpunkte auf 96,8 Prozent.

Der irische Rivale Ryanair hingegen beförderte im siebten Monat des laufenden Jahres rund 12,6 Millionen Fluggäste. Nach eigenen Angaben sind dies rund elf Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch die Sitzauslastung stieg um einen Prozentpunkt auf 97 Prozent.

Diese Statistik zeigt die Passagierzahlen der Billigflieger Easyjet und Ryanair, und zwar von Juli 2016 bis Juli 2017.

Jüngst haben sich beide Low-Cost-Carrier für den Fall eines harten Brexits positioniert. Easyjet als britische Fluglinie würde stark unter einem britischen EU-Austritt ohne ein neues Flugabkommen leiden. Ryanair auch, denn auch wenn der Billigflieger in Irland seinen Hauptsitz hat, bietet er viele Verbindungen zwischen Großbritannien und anderen EU-Ländern an.

Easyjet hat deswegen eine Tochter in Österreich gegründet. Easyjet Europe hat schon ihre Betriebslizenz (AOC) erhalten und sucht aktuell Crews. Ryanair hingegen hat angekündigt, dass nicht nur neues Wachstum ab März 2019 innerhalb der EU stattfinden wird, sondern im Fall eines harten Brexits auch die bestehende England-Flotte auf die EU-Länder verteilt wird.

© dpa, Vegard Wivestad Grott Lesen Sie auch: Ryanair denkt über Auflösung der England-Flotte nach

Von: cs
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Flugzeuge von Air Berlin und Lufthansa in Düsseldorf. Mit dem Lufthansa-Monopol droht ein Passagierrückgang

    Apropos (20) Wie entwickelt sich der innerdeutsche Luftverkehr nach der Air-Berlin-Aufteilung? Verkehrsexperte Manfred Kuhne untersucht zwei Szenarien. Die Folgen auf die Passagierzahlen könnten unterschiedlicher nicht sein.

    Vom 27.09.2017
  • Leitwerke der Air Berlin (re.) und Eurowings. Der Versuch eines Air-Berlin-Zwischenfazits

    Apropos (21) Lufthansa ist der große Profiteur der Air-Berlin-Pleite. Jetzt geht es um die Monopolsituation. Dennoch gab es für Verkehrsexperte Manfred Kuhne kaum eine Alternative. Bis die Angebotslücken geschlossen sind, vergeht aber noch Zeit.

    Vom 26.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus