Passagierrekord in Deutschland trotz Air-Berlin-Lücke

23.08.2018 - 13:04 0 Kommentare

Trotz der Nachwehen der Air-Berlin-Pleite hat die Zahl der Fluggäste in Deutschland im ersten Halbjahr 2018 einen neuen Höchststand erreicht. Der Inlandsverkehr ging aber zurück, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen.

Passagiere warten vor einer Anzeigetafel auf dem Flughafen München. - © © FMG - Werner Hennies

Passagiere warten vor einer Anzeigetafel auf dem Flughafen München. © FMG /Werner Hennies

Nach Angaben des Amtes vom Donnerstag reisten in den ersten sechs Monaten 56,5 Millionen Menschen von deutschen Hauptverkehrsflughäfen ab. Das waren 2,5 Prozent mehr im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Fluggäste im Inland verringerte sich allerdings um 5,0 Prozent auf 11,3 Millionen. Das Passagieraufkommen ins Ausland stieg dagegen um 4,6 Prozent auf 45,2 Millionen.

"Die deutschen Flughäfen spüren nach wie vor die Folgen der umfassenden Konsolidierungsmaßnahmen bei den Fluggesellschaften, insbesondere durch den Wegfall einer Air Berlin", hatte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel jüngst gesagt. Nach der Pleite und Einstellung der Air Berlin im Herbst 2017 hatten die Lufthansa-Tochter Eurowings und die britische Easyjet nach und nach innerdeutsche Ersatzverbindungen angeboten.

Griechenland und die Türkei legen stark zu

Besonders kräftig legten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Fluggastzahlen auf Strecken in Europa zu (plus 5,1 Prozent). Besonders gefragt waren Urlaubsziele wie Griechenland (plus 21,6 Prozent), die Türkei (plus 19,7 Prozent) und Zypern (plus 11,5 Prozent).

Im Interkontinentalverkehr gab es wie auch schon im Jahr 2017 hohe Zuwächse bei Zielen in Afrika, vor allem nach Ägypten flogen deutlich mehr Menschen (plus 55,4 Prozent). Das Land am Nil erlebt wie auch die Türkei ein Comeback als Reiseland. In die USA, der bedeutendsten Destination in Übersee, nahm die Zahl der Passagiere dagegen um 7,0 Prozent ab.

Von: dpa
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