Passagierplus und Übernahmen halten Fraport auf Kurs

06.08.2015 - 09:31 0 Kommentare

Frankfurts Flughafenbetreiber Fraport hat im zweiten Quartal mehr Gewinn gemacht. Konzern-Chef Stefan Schulte hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest - er rechnet jedoch mit Streiks.

Flugzeuge am Flughafen Frankfurt. - © © Fraport -

Flugzeuge am Flughafen Frankfurt. © Fraport

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport bleibt auf Wachstumskurs: Im ersten Halbjahr legte der Umsatz kräftig zu. Rückenwind bekam das Unternehmen vom schwachen Euro, zwei Übernahmen, dem Passagierwachstum und höheren Erlösen in den Geschäften am Flughafen. An seinen Prognosen für das laufende Jahr hielt Vorstandschef Stefan Schulte fest. Ein Fragezeichen steht weiterhin hinter der geplanten Übernahme von 14 Regionalflughäfen in Griechenland.

Im ersten Halbjahr steigerte Fraport den Umsatz um mehr als zehn Prozent auf gut 1,2 Milliarden Euro. Der Überschuss kletterte um knapp elf Prozent auf 98 Millionen Euro nach oben. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um rund neun Prozent von 385 Millionen Euro. Analysten hatten mit etwas mehr Gewinn gerechnet, beim Umsatz legte Fraport eine Punktlandung hin.

Fraport-Chef rechnet mit Lufthansa-Streiks

Die Aktie fiel zum Handelsstart um knapp fünf Prozent - und war damit der zweitschlechteste Wert im Index der mittelgroßen Werte. Einige Experten seien unzufrieden mit dem Ausblick, hieß es am Markt. Außerdem könnte das Papier nach einem guten Juliverlauf unter Gewinnmitnahmen leiden.

"Das erste Halbjahr ist operativ und finanziell positiv verlaufen", sagte Fraport-Chef Schulte. Für 2015 peilt er in Frankfurt weiterhin ein Passagierplus von zwei bis drei Prozent an. Zwar hatte die Zahl der Fluggäste in den ersten sechs Monaten bereits um mehr als vier Prozent zugelegt, doch der Vorstand befürchtet weitere Streiks im Luftverkehr, nachdem die Tarifkonflikte beim Großkunden Lufthansa nach wie vor nicht gelöst sind. Den operativen Gewinn (Ebitda) will Schulte auf 820 bis 840 Millionen Euro steigern, während Analysten im Schnitt schon mehr erwarten.

© EPA, Sotiris Barbarousis Lesen Sie auch: Fraport hofft weiter auf griechische Flughäfen

Das Wachstum im Passagiergeschäft kam Fraport außer am Heimatflughafen Frankfurt vor allem an Perus Hauptstadt-Airport Lima zugute. Zudem trieben der Flughafen Ljubljana und der US-amerikanische Geschäftsflächen-Vermarkter Airmall die Erlöse nach oben. Beide Unternehmen hatten im Vorjahreszeitraum noch nicht zum Konzern gehört.

Der Passagierzuwachs schlug sich bei Fraport auch in höheren Erlösen in den Geschäften und Restaurants am Flughafen nieder. Der auf Fraport entfallende Umsatzanteil stieg um sechs Prozent auf rund 3,50 Euro pro Passagier. Der Flughafenbetreiber ist an den Erlösen der Pächter beteiligt. Der schwache Euro machte dabei für viele internationale Passagiere das Einkaufen am Frankfurter Flughafen billiger.

Von: ch, dpa-AFX
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus