Fracht stabil auf niedrigem Niveau

Passagiernachfrage geht im Februar weiter zurück

26.03.2009 - 14:41 0 Kommentare

Die Nachfrage der Fluggäste weltweit geht weiter zurück. Wie die International Air Transport Association (IATA) in ihren aktuellen Verkehrszahlen für den Monat Februar bekanntgab, sank das Passagieraufkommen um rund 10 Prozent und liegt damit deutlich unter dem Stand von 2008. Die Luftfracht-Nachfrage bricht nicht weiter ein und liegt wie schon in den letzten Monaten bei einem Minus von rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

 - © © AirTeamImages.com -

© AirTeamImages.com

Die internationale Passagiernachfrage schwächte sich im Februar in allen Regionen ab und lag insgesamt bei Minus 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die afrikanischen Fluggesellschaften verzeichneten dabei mit 13,7 Prozent den stärksten Rückgang. Auch die Kapazitäten wurden in dieser Region drastisch angepasst und waren im Monat Februar um 11,8 Prozent niedriger.

Im asiatisch-pazifischen Raum sank das Passagieraufkommen um 12,8 Prozent, die nordamerikanischen Carrier verzeichneten eine um 12 Prozent geringere Nachfrage. In Europa sank die Zahl der Fluggäste um 10,1 Prozent und in Lateinamerika um 3,8 Prozent. Die Fluggesellschaften des Mittleren Ostens dagegen meldeten ein Plus von 0,4 Prozent bei den internationalen Passagierzahlen, zugleich erhöhten sich jedoch die Kapazitäten um 7,3 Prozent.

Sinkende Passagier-Auslastungen

Die insgesamte Reduzierung der weltweiten Kapazitäten um 5,9 Prozent ist die deutlichste seit Beginn der Krise, kann jedoch mit dem Rückgang bei der Passagiernachfrage nicht Schritt halten. Die Auslastung im Monat Februar lag bei 69,9 Prozent, das ist um 3,2 Prozentpunkte schlechter als im Vorjahreszeitraum.

Fracht stabil auf niedrigem Niveau

Das internationale Frachtaufkommen liegt im Februar 22,1 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Den dritten Monat in Folge meldete die IATA ein um mehr als 20 Prozent niedrigeres Aufkommen im Vergleich zu 2008 (Minus 23,2 Prozent im Januar und Minus 22,6 Prozent im Dezember).

„Die Lage ist weiterhin düster“, kommentierte Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA, die aktuellen Verkehrszahlen. Der starke Rückgang bei den Passagierzahlen für den Monat Februar demonstriere die Zuspitzung der Krise. "Der Rückgang beim Frachtaufkommen mag sich stabilisieren, aber das Ausmaß der Einbrüche ist enorm und der Cargo-Sektor benötigt viel Zeit, um sich zu erholen. Die Fluggesellschaften müssen einige schwierige Entscheidungen treffen, um die Verluste in diesem Jahr aufzufangen." "

Das Überleben habe derzeit bei allen Fluggesellschaften weltweit oberste Priorität, bekräftigte die IATA. Die Kapazitäten müssten angepasst und die finanziellen Mittel erhalten werden. Die IATA erwartet, dass die Umsätze in diesem Jahr um 62 Milliarden US-Dollar zurückgehen, dies entspräche einem Rückgang von 12 Prozent.

Die ausführlichen Verkehrszahlen der IATA für Februar 2009 sind hier abrufbar.

Von: IATA; airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Triebwerke einer A380 der Fluggesellschaft Emirates. Emirates spricht von Kooperation mit Etihad

    Emirates bringt eine mögliche Kooperation mit Etihad ins Spiel. Die beiden Golf-Carrier aus den Vereinigten Arabischen Emiraten haben vergleichbare Probleme. Es geht nicht nur um Überkapazitäten und Politik.

    Vom 12.10.2017
  • Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Spohrs Pläne für Air Berlin

    Es ist offiziell: Lufthansa übernimmt große Teile der Air Berlin. Kranich-Chef Spohr skizziert nun seine weiteren Pläne für Billigtochter Eurowings. Außerdem spricht er über mehr Einfluss am Flughafen Düsseldorf und die Personalie Winkelmann.

    Vom 12.10.2017
  • Ryanair-Manager Mick Hickey Ryanair-COO muss nach Flugplanchaos gehen

    Ryanair muss bis in den nächsten Sommer tausende Flüge streichen, nun hat das Chaos offenbar erste personelle Konsequenzen: Operation-Chef Michael Hickey wird den Carrier verlassen. Er bleibt den Iren allerdings auch weiterhin erhalten.

    Vom 09.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus