Passagiere ärgern sich am meisten über die Gepäckausgabe

30.10.2014 - 12:17 0 Kommentare

Die Gepäckausgabe ist für viele Flugpassagiere der frustrierendste Teil einer Reise. Das ist ein Ergebnis einer aktuellen Sita-Passagierumfrage. Eine einfache Information über den Gepäckstatus auf dem Smartphone könnte das ändern.

Koffer liegen in der Gepäckabfertigungsanlage des Flughafens Düsseldorf auf einem Fließband.  - © © dpa - Marius Becker

Koffer liegen in der Gepäckabfertigungsanlage des Flughafens Düsseldorf auf einem Fließband. © dpa /Marius Becker

Flugreisen können durchaus nerven. Dem ist sich auch der auf die Luftfahrt spezialisierte IT-Serviceprovider Sita bewusst. Für eine jetzt vorgestellte Passagierstudie hatte das Unternehmen Reisende daher nach Dingen gefragt, die in Zukunft verbessert werden sollten.

Nicht überraschend nannten ein Viertel der weltweit befragten Passagiere die Sicherheits- und Grenzkontrollprozesse an Flughäfen als frustrierend. Als noch nerviger allerdings wurde ein von den Flughäfen durchaus selbst beeinflussbarer Bereich genannt: 27 Prozent der Passagiere sind demnach unzufrieden mit der Art und Weise, wie die Gepäckausgabe heutzutage organisiert ist.

Bei der Präsentation der Studienergebnisse in Amsterdamm nannte Sita-Market-Insight-Direktor Nigel Pickford die ungewisse Wartezeit bis zur Kofferausgabe sowie unübersichtliche Baggage-Claim-Bereiche als mögliche Ursachen für die hohe Kundenunzufriedenheit mit diesem Teil der Reise.

"Wenn ein Passagier Gewissheit darüber hat, wann genau ein Koffer auf welchem Band auftauchen wird, kann er sich darauf einstellen", so Pickford. Man müsse nicht unbedingt zum Band hetzen, nur um dort dann noch eine gefühlte Ewigkeit auf den eigenen Koffer zu warten, immer mit der Angst im Nacken, dass der Koffer gar nicht auftaucht.

Das Smartphone kennt den Gepäckstatus - und viel mehr

Indoor-Navigation und Gepäcktracking machen interessante neue mobile Passagierinformationsdienste möglich. Foto: © SITA

Diese Frustration müsse nicht sein, sagte Sita-Europa-Präsident Dave Bakker. Koffer würden an Flughäfen ständig gescannt. Bereits mit heutigen Technologien sei es möglich und daher erstrebenswert, einen individuellen Status für jedes aufgegebene Gepäckstück an die Reisenden zu übermitteln. Als mögliche Kanäle nannte Bakker Smartphone-Apps der Airlines oder Flughäfen.

Sollte es dann wirklich einmal vorkommen, dass ein Gepäckstück nicht ankommt, könne man auch gleich die Verlustmeldung vom Handy aus aufgeben. Damit würde sich der Reisende zumindest die Warteschlange am Lost-Luggage-Counter ersparen.

Ohnehin sind Smartphone sowie andere persönliche Endgeräte laut dem "Passenger IT Trends Survey 2014" die besten Kanäle für Dienstleistungen rund um Kundenbedürfnisse. Immerhin 81 Prozent der Passagiere tragen demnach ein Smartphone auf Reisen bei sich. Das sind rund fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Aber auch Tablets und Laptops sind ständige Begleiter von jeweils rund 43 Prozent der Flugreisende. 18 Prozent tragen sogar alle drei genannten Endgeräte mit sich.

So verwundert es kaum, dass die Nutzung von mobilen Applikationen wie etwa der Check-In via Mobiltelefon oder mobile Boarding-Passes weiter zunimmt und die Verfügbarkeit solcher Services von immer mehr Passagieren erwartet wird. Für die Zukunft wünschen sich die Reisenden laut Studie zudem eine ununterbrochene Verbindung zum Internet auch an Bord von Flugzeugen sowie die Möglichkeit, innerhalb von Flughäfen zu navigieren.

Für die Umfrage hat Sita weltweit insgesamt knapp 6300 Passagiere befragt. In diesem Jahr wurden für die Studie erstmals repräsentativ zusammengestellte Panel-Befragungen von Flugreisenden durchgeführt. In Europa etwa gab es Panels in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien sowie Russland.

Mehr Informationen zur Studie.

Von: airliners.de
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