November-Zahlen der IATA

Passagier- und Frachtnachfrage steigt langsamer

30.12.2010 - 14:51 0 Kommentare

Die Nachfrage im Passagier- und Frachtgeschäft hat im November gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut zugelegt. Allerdings verlangsamt sich das Wachstum weiter, wie die IATA in ihrer aktuellen Verkehrsstatistik mitteilte.

Fingersteig B des Flughafen Frankfurt - © Fraport AG -

Fingersteig B des Flughafen Frankfurt Fraport AG

Die Passagiernachfrage im internationalen Flugverkehr ist im November 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,2 Prozent gestiegen. Dies teilte die International Air Transport Association (IATA) am Donnerstag mit. Im Frachtverkehr konnte im November 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 5,4 Prozent verzeichnet werden. Die Auslastung lag bei durchschnittlich 75,6 Prozent im Passagier- und 55,2 Prozent im Frachtgeschäft.

Das Wachstum im internationalen Luftverkehr habe sich damit verlangsamt; im Oktober lag die Wachstumsrate im Passagierverkehr noch bei zehn Prozent und im Frachtverkehr bei 14,5 Prozent. Diese relative Verlangsamung im vierten Quartal 2010 sei auf den außergewöhnlich starken Anstieg der Verkehrszahlen im Vorjahreszeitraum zurückzuführen, erklärte die IATA. In absoluten Zahlen sind die Verkehrszahlen zwischen Oktober und November 2010 um 0,8 Prozent im Passagier- und 1,1 Prozent im Frachtgeschäft zurückgegangen.

Das langsamere Wachstum bedeute aber nicht zwangsläufig einen negativen Trend. Selbst bei rückläufigen Werten im November steigen die Verkehrszahlen bei Passage und Cargo noch immer mit durchschnittlich fünf bis sechs Prozent pro Jahr. Dieser Wert entspreche dem historischen Wachstumstrend der Branche.

Giovanni Bisignani, Director General und CEO der IATA, sagte: „Die Branche legt im Aufschwung einen anderen Gang ein. Das Wachstum verlangsamt sich auf das übliche Niveau von fünf bis sechs Prozent. Die relative Schwäche in Industriestaaten wird durch die Expansion in neuen, aufstrebenden Märkten ausgeglichen.“

Ein starkes Jahresende 2010 lasse einen Gewinn von 15,1 Milliarden US-Dollar für Fluggesellschaften weltweit erwarten. Das langsamere Verkehrswachstum entspreche zudem den Erwartungen für einen auf 9,1 Milliarden US-Dollar rückläufigen Gewinn im kommenden Jahr 2011. „Das entspricht einer Marge von 1,5 Prozent. Im neuen Jahr werden wir hart dafür arbeiten müssen, um nachhaltig in die Gewinnzone zu kommen“, so Bisignani weiter.

Verkehrszahlen der einzelnen Regionen

In Europa ist die Passagiernachfrage im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,3 Prozent gestiegen. Dies ist ein Rückgang gegenüber den 9,4 Prozent, die noch im Oktober 2010 registriert wurden. Insgesamt liegen die Verkehrszahlen dieser Region nur leicht über dem Vorkrisen-Niveau von Anfang 2008. Streiks und schlechte Witterungsbedingungen haben sich im November 2010 insbesondere auf Fluggesellschaften in Europa negativ ausgewirkt.

Fluggesellschaften in Nordamerika meldeten ein Wachstum der Passagiernachfrage von 9,5 Prozent im Vergleich zu November 2009. Mit 78,1 Prozent verzeichnet diese Region die höchste Auslastung. Das Wachstum der Kapazitäten lag ebenfalls bei 9,5 Prozent.

Im asiatisch-pazifischen Raum verzeichneten Airlines ein Passagierwachstum von 5,8 Prozent (Wachstum der Kapazitäten: 5,9 Prozent), in Afrika von 16,4 Prozent sowie im Nahen und Mittleren Osten von 16,7 Prozent. Aufgrund der Insolvenz der mexikanischen Fluggesellschaft Mexicana verzeichnete Lateinamerika im November 2010 nahezu ein Null-Wachstum.

Der Luftfahrtverband IATA vertritt rund 230 Fluggesellschaften weltweit, die für 93 Prozent des internationalen Luftverkehrs aufkommen.

Von: IATA, airliners.de
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