Organisationschaos beim Jubiläum der "Rosinenbomber"

14.06.2019 - 08:25 0 Kommentare

Zum Jubiläum der Berliner Luftbrücke werden keine historischen "Rosinenbomber" über das Brandenburger Tor fliegen. Die Veranstalter haben nun aber die Pläne für Überflüge an anderen Orten in Berlin bestätigt.

Flugzeuges des Typs DC-3/C-47 in Duxford, Großbritannien, zum 75. Jahrestag des D-Day - © © AirTeamImages.com - Europix

Flugzeuges des Typs DC-3/C-47 in Duxford, Großbritannien, zum 75. Jahrestag des D-Day © AirTeamImages.com /Europix

Zur Erinnerung an das Ende der Luftbrücke vor 70 Jahren werden an diesem Wochenende doch keine Rosinenbomber über das Brandenburger Tor in Berlin fliegen. Der Förderverein Luftbrücke habe den Antrag für den Überflug schriftlich und mündlich zurückgezogen, sagte eine Sprecherin des Bundesaufsichtsamtes für Flugsicherung am Donnerstag. Mitte März hatte der Verein noch die Genehmigung der Überflüge bekannt gegeben.

Programm in Berlin ausgedünnt

Nachdem in den letzten Tagen unklar war, ob es überhaupt Überflüge in Berlin geben wird, haben die Veranstalter dies nun bestätigt. So sollen am Sonntag von 15 Uhr an etwa 20 historische Flugzeuge über dem Tempelhofer Feld, dem ehemaligen Flugplatz Gatow und über Tegel zu sehen sein, wie Thomas Keller vom Förderverein Luftbrücke am Freitag sagte.

Es wird allerdings am Wochenende kein Fest für die Bevölkerung im Kontext der Rosinenbomber-Flüge in Berlin geben. In der Hauptstadt wurde aber bereits im Mai mit einem Fest an das historische Ereignis erinnert.

Der südlich von Berlin gelegene Verkehrslandeplatz Schönhagen hatte Ende Mai die dort geplanten Veranstaltung zum Luftbrückenjubiläum bereits wegen Organisationschaos und damit verbundener Sicherheitsbedenken abgesagt. Der Flugplatz hätte als technische Basis für die Flüge von bis zu 30 "Rosinenbombern" über Berlin dienen sollen, außerdem waren Veranstaltungen vor Ort geplant.

Organisationschaos

Der geplatzte Überflug über das Brandenburger Tor war ein erneuter Rückschlag für die Veranstalter. Eine Landung der historischen Maschinen und ein dazugehöriges Fest auf dem Tempelhofer Feld konnten ebenfalls nicht wie geplant umgesetzt werden. Andere Auftaktveranstaltungen in Faßberg und Jagel liefen beziehungsweise laufen aber derzeit.

Von: hr mit dpa
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