Verlust des Airbus-Werksflugverkehrs OLT vor Kündigungswelle?

Die Ostfriesische Lufttransport GmbH (OLT) steht nach dem Verlust des Airbus-Auftrags für den Werksflugverkehr von Hamburg nach Toulouse vor einer ungewissen Zukunft. Einem Großteil der Beschäftigten soll laut Gewerkschaft Verdi gekündigt werden.

Fokker 100 der OLT in Hamburg-Finkenwerder - © © AirTeamImages.com - SilverWingPix

Fokker 100 der OLT in Hamburg-Finkenwerder © AirTeamImages.com /SilverWingPix

OLT steht nach dem Verlust eines Großauftrages vor einer ungewissen Zukunft. Gestern hatte Airbus verkündet, OLT nicht mehr für den Werksverkehr zwischen Hamburg und Toulouse einzusetzen sondern den Auftrag für die nächsten drei Jahre an Germania zu vergeben.

Einem Großteil der Beschäftigten droht laut einem Sprecher der Gewerkschaft Verdi vom Mittwoch nun die Kündigung. Im Gespräch seien Kündigungen von 109 der 120 Beschäftigten des Bodenpersonals in Emden, Bremen und Hamburg. Elf Mitarbeiter sollen voraussichtlich den Luftverkehr zu den Inseln Borkum und Helgoland aufrechterhalten.

Ab Bremen bietet OLT direkte Verbindungen nach Bristol, Kopenhagen, Toulouse und Zürich an. Der Sommerfluplan solle bis Ende Oktober normal weiter laufen, sagte Sprecherin Corina Habben in Emden. Auch der Seebäderverkehr sei nicht betroffen.

In den kommenden zwei Wochen sollten verschiedene Möglichkeiten zur Fortsetzung des Betriebs geprüft werden. Betriebsrat und Geschäftsführung verhandelten über einen Interessensausgleich, so die Sprecherin. Nach Angaben von Verdi könne sich OLT nun von Verbindlichkeiten trennen und drei geleaste Maschinen zurückgeben. Denkbar sei auch die Auslagerung des Wartungsbetriebes der Flugzeuge.

Die OLT wurde 1958 in Emden gegründet und gehört zu den ältesten deutschen Fluggesellschaften. Gesellschafter der Regionalfluggesellschaft ist die norddeutsche Reederei AG «EMS».

Von: airliners.de mit dpa

Datum: 03.08.2011 - 18:12

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