Nur noch acht Routen

OLT streicht Flugplan zusammen

14.12.2012 - 14:48 0 Kommentare

OLT Express Germany hat sich offenbar verhoben: Von den gerade erst eingeführten Verbindungen bleibt nur noch ein kleiner Teil im Flugplan. Auch die Flotte wird deutlich verkleinert.

Fokker 100 der OLT Express Germany - © © OLT Express -

Fokker 100 der OLT Express Germany © OLT Express

OLT Express Germany ist mit ihren ambitionierten Expansionsplänen gescheitert. Nach nicht einmal zwei Betriebsmonaten verkündete die Airline heute die Streichung der meisten Strecken sowie eine deutliche Reduzierung der Flotte. Von den insgesamt 15 Maschinen würden bis zu fünf Fokker 100 stillgelegt.

Man müsse vor dem Hintergrund steigender Betriebskosten einen Großteil der angebotenen Flüge streichen, teilte die Airline heute mit. Lediglich die Flüge nach München und Hamburg sollen in vollem Umfang weitergeführt werden. Ausgenommen davon ist die Strecke Saarbrücken – Hamburg. Auch alle Flüge von und nach Berlin, Stuttgart sowie Wien fallen im Winter ersatzlos weg. Damit bleiben gerade einmal acht Routen:

  • Bremen: Zürich, Toulouse, Kopenhagen
  • Dresden: Hamburg, Zürich
  • Münster-Osnabrück: München
  • Saarbrücken: München
  • Karlsruhe Baden/Baden: Hamburg

Wien soll ab Münster, Dresden und Karlsruhe zum Sommer wieder aufgenommen werden, hieß es. Berlin und Stuttgart offenbar nicht. Alle Kunden sollen den Angaben nach den Flugpreis zurückerstattet bekommen. Bereits vorher hatte OLT mehrfach zuvor angekündigte Verbindungen gestrichen, vor allem in Dresden. Auch die in den ersten Planungen noch vorhandenen Strecken nach London (Southend), Mailand und Paris wurden bereits eingestellt.

OLT Express Germany hatte Anfang Oktober mit der Umsetzung ambitionierter Expansionspläne begonnen. Nach der Übernahme der Contact Air hatte die Airline insgesamt 16 neuen Strecken neu aufgelegt. Schwerpunkte im neuen OLT-Streckennetz waren gleich mehrere neue Basen an den Flughäfen Münster-­Osnabrück, Dresden, Saarbrücken und Baden-Baden.

Offensichtlich war OLT nicht in der Lage, die in den Markt gestellten Kapazitäten zu vermarkten. Erst Ende November hatte sich die Airline entschieden, Teile des Flugplans über Amadeus buchbar zu machen. OLT-Express-Germany-Geschäftsführer Joachim Klein sagte, das Ziel, ein eigenes Streckennetz zu entwickeln und zu vermarkten, sei nur zum Teil gelungen. Weitere notwendige Investments seien derzeit nicht mehr darstellbar. Es sei nun wichtig, den Erhalt des Unternehmens zu sichern. Wegen der Skaleneffekte der "weitreichenden Restrukturierung" seien Auswirkungen auch auf Verwaltung und Technik unvermeidbar.

Hinter OLT Express Germany steht erst seit dem Sommer die niederländische Panta Holdings. Die Flotte umfasste vor der jetzt verkündeten Reduzierung 15 Flugzeuge, darunter zehn Jets vom Typ Fokker 100, vier Saab 2000 und eine Saab 340.

Von: airliners.de
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