Offenbar weitere Blackbox-Signale von Flug MH370 empfangen

09.04.2014 - 11:41 0 Kommentare

Einen Monat nach dem Verschwinden der Malaysia-Airlines-Boeing sind jetzt erneut mögliche Blackbox-Pings empfangen worden. Das Suchgebiet wird immer kleiner. Die Ermittler sind guter Hoffnung, endlich Wrackteile zu finden.

Eine AP-3C Orion fliegt über dem australischen Suchschiff "Ocean Shield".

Eine AP-3C Orion fliegt über dem australischen Suchschiff "Ocean Shield".
© Australian Defence

Der Unterwasser-Ping-Detektor kann Signale empfangen..

Der Unterwasser-Ping-Detektor kann Signale empfangen..
© Australian Defence Ministry

Das Gerät zur Blackbox-Suche wird ins Wasser gelassen.

Das Gerät zur Blackbox-Suche wird ins Wasser gelassen.
© Australian Defence Ministry

Auswertung der Ping-Locator-Daten an Bord des Suchschiffs "Ocean Shield".

Auswertung der Ping-Locator-Daten an Bord des Suchschiffs "Ocean Shield".
© Australian Defence Ministry

Die Stellen, an denen die möglichen Blackbox-Pings empfangen wurden und das anhand der Signale eingegrenzte Suchgebiet.

Die Stellen, an denen die möglichen Blackbox-Pings empfangen wurden und das anhand der Signale eingegrenzte Suchgebiet.
© AMSA

Suchteams haben im Indischen Ozean erneut mögliche Signale von der Blackbox der verschwundenen Boeing 777 aus Malaysia empfangen. Dem australischen Schiff «Ocean Shield» sei es am Dienstag gelungen, die am Wochenende zuvor entdeckten akustischen Zeichen wieder aufzuspüren, sagte der Koordinator der Suchaktion, Angus Houston, am Mittwoch in Perth.

Zwei weitere Male seien Signale empfangen worden. Die «Ocean Shield» habe die Signale am Dienstagnachmittag und in der Nacht zum Mittwoch aufgefangen. Alle Signale kämen von einer Quelle. Eine Analyse habe ergeben, dass sie eindeutig technischen Ursprungs seien und denen eines Flugschreibers entsprechen. Das Signal sende konstant mit 33.3 kHz im Intervall von 1.1 Sekunden. Die Signale könnten damit von den Flugschreibern der Malaysia-Airlines-Maschine stammen.

© AMSA Lesen Sie auch: Schiffe orten mögliche MH370-Blackbox-Signale

Allerdings seien die Signale schwächer gewesen, als die bisher verfolgten. Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Batterien der Blackbox zur Neige gehen, sagte Houston. Diese sollen etwa einen Monat lang halten. Die Boeing war am 8. März verschwunden.

Bislang sind trotz wochenlanger Suche noch keine Wrackteile geortet worden. Nach den neuesten Signalen wurde das Suchgebiet im Indischen Ozean nun weiter eingegrenzt. «Ich glaube, wir suchen im richtigen Gebiet», sagte Houston. Nun sei es vermutlich nur noch eine Sache von "Tagen", bis Teile des Flugzeugs gefunden würden.

Es sei noch zu früh, ein Mini-U-Boot herabzulassen, das in großer Tiefe Fotos machen soll. «Ich könnte mir vorstellen, dass man relativ bald mal etwas runterschickt, um sich mal näher umzusehen», sagte Houston auf der täglichen Pressekonferenz der Suchaktion im australischen Perth. Momentan könnten Schiffe mit ihren Sensoren die Lage der Blackbox am Grund des Ozeans schneller präzisieren. Erst dann sollen die unbemannten U-Boote den Boden abscannen.

Den Behörden zufolge sollten sich am Mittwoch bis zu 15 Flugzeuge und 14 Schiffe an der Suche in einem Gebiet mehr als 2000 Kilometer westlich der australischen Küste beteiligen. Immer noch ist völlig unklar, warum die Boeing 777-200 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking plötzlich den Kurs wechselte und von den zivilen Radarschirmen verschwand.

Von: airliners.de mit dpa, AFP
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