"Österreich-Aufschlag" der Lufthansa gerichtlich gestoppt

15.12.2017 - 09:30 0 Kommentare

Die österreichischen Reisebüros haben im Kampf gegen Lufthansa-Gebühren einen Teilsieg vorm Kartellgericht errungen. Die Kranich-Airline muss den sogenannten Österreich-Aufschlag für Flugtickets einstellen.

Entscheidung des österreichischen Kartellamts: Die Lufthansa muss den Österreich-Aufschlag abschaffenFoto: © Fotolia.com, Picture-Factory

Die Lufthansa darf für einen identischen Flug nicht mehr berechnen, als für Buchungen aus Deutschland. Bei dem vor Gericht durchexerzierten Fall hat die Lufthansa-Gruppe über globale Reservierungssysteme am österreichischen Markt für die identische Flugleistung 65 Prozent mehr verlangt als in Deutschland.

Eine Niederlage mussten die österreichischen Reisebüros hingegen bezüglich der neuen Buchungsgebühr (Distribution Cost Charge, DCC) hinnehmen. Diese hat das Kartellgericht nicht untersagt. Einen Missbrauch der relativen marktbeherrschenden Stellung habe das Kartellgericht aber nicht gesehen, da der Aufschlag nicht eindeutig überhöht sei.

Reisebüro-Fachverband erwägt Prüfung des Urteils

"Die Reisebüros teilen diese Rechtsansicht hinsichtlich der DCC nicht und überlegen, den diesbezüglichen Beschluss des Kartellgerichts vom Obersten Gerichtshof überprüfen zu lassen", kündigte der Vorsitzende des Reisebüro-Fachverbandes an.

Von: br, dpa-AFX
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