Ölpreise sinken weiter

18.12.2018 - 15:22 0 Kommentare

Die Rohölpreise fallen weiter. Grund sind die steigenden Fördermengen aus den USA, die Sorge um einen weltweiten Abschwung der Konjunktur und die Frage, ob die Opec wirklich die Fördermenge reduzieren wird.

Ein Flugzeug der Lufthansa wird betankt (Archivfoto).  - © © dpa - Gero Breloer

Ein Flugzeug der Lufthansa wird betankt (Archivfoto). © dpa /Gero Breloer

Die Ölpreise haben am Dienstag ihren Sinkflug vom Montag fortsetzt. Am Dienstagmorgen wurde ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zu 58,59 US-Dollar gehandelt. Das waren 1,02 Dollar weniger als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ähnlich deutlich um 92 Cent auf 48,96 Dollar.

Damit kostet die US-Sorte erstmals seit September 2017 weniger als 50 Dollar. Nach wie vor lasten mehrere Entwicklungen auf den Preisen. Zum einen herrscht am Markt große Skepsis, ob das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderstaaten ihre Tagesproduktion wie verabredet tatsächlich um 1,2 Millionen Barrel senken werden. Die geringere Förderung wurde für kommendes Jahr vereinbart, um den jüngsten Ölpreisverfall zu stoppen.

USA ist wieder Nettoexporteur von Erdöl

Hinzu kommt, dass das Rohölangebot aus den USA in den vergangenen Monaten immer weiter gestiegen ist. Zuletzt hatten sogar die Ölausfuhren die Einfuhren übertroffen und die USA erstmals seit langem zu einem Nettoexporteur von Erdöl werden lassen.

© dpa, Andreas Gebert Lesen Sie auch: Airlines sichern sich beim Ölpreis ab

Auf der Nachfrageseite wachsen unterdessen die Sorgen um die weltweite Konjunktur, was einen geringeren Bedarf an Rohöl und Ölprodukten wie Benzin erwarten lässt.

Von: dpa-AFX, br
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