NRW-Umweltministerium kritisiert Pläne des Düsseldorfer Flughafens

12.01.2017 - 11:11 0 Kommentare

Der Airport Düsseldorf will seine Kapazitäten erweitern. Laut einem Medienbericht sieht das nordrhein-westfälische Umweltministerium das Projekt kritisch und stellt eine Forderung auf.

Luftaufnahme des Flughafens Düsseldorf. - © © dpa - Achim Scheidemann

Luftaufnahme des Flughafens Düsseldorf. © dpa /Achim Scheidemann

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium bezweifelt einige der Annahmen bezüglich der beantragten Kapazitätserweiterung am Flughafen Düsseldorf. Die Behörde fordert neue Gutachten zu dem Projekt, wie "RP Online" unter Berufung auf ein entsprechendes Papier des Ministeriums berichtet.

Letzteres befürchtet zum Beispiel einen Anstieg von Landungen am späten Abend, weil bei höheren Kapazitäten mehr Airlines ihre Jets in Düsseldorf stationieren würden. Für 2030 sei berechnet worden, dass 78 Prozent der technisch möglichen Kapazitäten genutzt würden. Das sei "deutlich untertrieben".

Airport widerspricht

Eine 100-prozentige Ausnutzung der Kapazität sei ein unrealistisches Szenario, sagte ein Flughafen-Sprecher "RP Online". An jedem Airport gebe es "Zeiten mit reduzierter Nachfrage". Der Wert von 78 Prozent sei also "realistisch".

Der Flughafen Düsseldorf möchte seine vorhandenen technischen Kapazitäten besser nutzen und hat deshalb eine Änderung der Betriebsgenehmigung beantragt. Dadurch sollen zu Spitzenzeiten 60 statt bisher 47 Flüge pro Stunde starten dürfen. Ziel ist es, das maximale Jahreskontingent von derzeit 256.000 auf 318.000 Flugbewegungen auszuweiten. Das Projekt ist umstritten.

© Flughafen Düsseldorf, Andreas Wiese Lesen Sie auch: Stadt Krefeld lehnt Kapazitätserweiterung am Airport Düsseldorf ab

Am 13. Februar sollen in Düsseldorf die Einwände gegen die Kapazitätserweiterungen öffentlich diskutiert werden. Ende Oktober hatten bereits mehr als 41.000 Menschen ihre Einwände bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht.

Von: ch
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