NRW-Minister Wüst kritisiert Eurowings und Ryanair

10.08.2018 - 12:42 0 Kommentare

Fliegen dürfe nicht zum Lotteriespiel werden: NRW-Minister Wüst findet deutliche Worte in Richtung Eurowings und Ryanair. Es geht auch um Streiks.

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). - © © hendrik-wuest.de - Ralph Sondermann

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). © hendrik-wuest.de /Ralph Sondermann

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat angesichts der Probleme im Luftverkehr die Fluggesellschaften Ryanair und Eurowings heftig kritisiert. Die Hauptursachen für die vielen Verspätungen und Flugausfälle lägen bei den Airlines, sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

"Die Airlines müssen ihre betrieblichen Abläufe so stabilisieren, dass nicht Kunden und Anwohner die Leidtragenden sind", sagte Wüst.

Fliegen darf nicht zum Lotteriespiel werden.

Hendrik Wüst (CDU), Verkehrsminister von NRW

Seit einiger Zeit häufen sich in Deutschland Verspätungen und Ausfälle von Flügen. An diesem Freitag trifft es viele Passagiere besonders hart: Von einem Pilotenstreik bei Ryanair sind mitten in der Ferienzeit rund 55.000 Passagiere betroffen, davon 42.000 in Deutschland.

90 Ryanair-Flüge in NRW gestrichen

Allein am Flughafen Köln/Bonn wurden nach Angaben eines Sprechers von 54 Starts und Landungen 28 annulliert. Am Flughafen Düsseldorf wurden sechs Verbindungen, also insgesamt zwölf Flüge, abgesagt und am Ryanair-Stützpunkt Weeze 16 der insgesamt 19 für diesen Tag angesetzten Abflüge, wie ein Sprecher sagte.

© dpa, Virginie Lefour/BELGA Lesen Sie auch: Ryanair wird großflächig bestreikt

"Die Streiks bei Ryanair sind die Folge des Geschäftsmodells auf dem Rücken der Mitarbeiter", sagte Wüst dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Eurowings dagegen habe sich bei der Übernahme von Maschinen der Air Berlin verhoben. Zudem würden in den letzten Jahren die Umläufe immer knapper geplant.

Kritik von Wüst bereits im Mai

Bereits im Juni hatte die "Rheinische Post" berichtet, Wüst habe vom Management mehrerer Airlines wie Eurowings und Lauda Motion Aufklärung wegen der stark gestiegenen Zahl von Landungen am späten Abend am Düsseldorfer Flughafen gebeten. Im Mai hatte es dem Bericht zufolge in Düsseldorf mit 313 Nachtlandungen so viele Landungen nach 23.00 Uhr gegeben wie noch nie in einem Mai.

Wüst hatte laut Bericht gesagt, man könne "den Eindruck haben, dass die Umläufe so eng getaktet sind, dass Verspätungen billigend in Kauf genommen werden". Eurowings, Marktführer am Düsseldorfer Flughafen, hatte als Verspätungsgründe auf europaweite Fluglotsenstreiks und Personalmangel bei der Flugsicherung verwiesen.

© AirTeamImages.com, Daan van der Heijden Lesen Sie auch: Eurowings gesteht Überforderung ein

Von: cs
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