Normalisierung des Berliner Luftverkehrs im Spätsommer

19.02.2018 - 16:11 0 Kommentare

Das Air-Berlin-Aus zeigt Folgen für den Hauptstadt-Tourismus: Der Luftverkehr wird sich wohl erst im Spätsommer normalisieren. Außerdem rechnet der Tourismus-Verband mit einem Millionen-Verlust.

Ein Passagierflugzeug fliegt in Berlin-Bohnsdorf während des Landeanfluges auf den Flughafen Schönefeld dicht über den Hausdächern. - © © dpa - Patrick Pleul

Ein Passagierflugzeug fliegt in Berlin-Bohnsdorf während des Landeanfluges auf den Flughafen Schönefeld dicht über den Hausdächern. © dpa /Patrick Pleul

Nach der Air-Berlin-Pleite wird sich der Luftverkehr für den Berliner Tourismus nach Einschätzung von Vermarktern erst im Spätsommer normalisieren. Dann werde voraussichtlich wieder das frühere Angebot an Sitzplätzen zur Verfügung stehen, sagte der Geschäftsführer der Berlin Tourismus & Kongress GmbH, Burkhard Kieker, der "Berliner Morgenpost".

Die Pleite von Air Berlin war ein Verkehrsinfarkt für die deutsche Hauptstadt, von dem wir uns nur langsam erholen

Burkhard Kieker

Easyjet und Eurowings würden jetzt zwar innerdeutsche und europäische Ziele anfliegen, bei Eurowings sei die Lage nach der gescheiterten Übernahme der Fluggesellschaft Niki aber noch unübersichtlich.

Millionen-Verluste in 2017

"Das wird unser Wachstum weiter dämpfen", zitiert das Blatt Kieker. Nachdem die Besucherzahlen in der Vergangenheit immer wieder Rekorde erreicht hatten, rechnet Berlins oberster Tourismus-Werber für das vergangene Jahr nur mit einem leichten Plus von unter einem Prozent, für 2018 mit zwei bis drei Prozent. Die Bilanz 2017 soll Ende Februar vorliegen.

Den finanziellen Verlust bezifferte er auf einen "höheren dreistelligen Millionenbetrag". Berlin fehlten insbesondere Langstreckenverbindungen, die Air Berlin angeboten hatte, beispielsweise in die USA und den arabischen Raum.

Von: br, dpa
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