Niki-Verkauf an Etihad verzögert sich weiter

13.03.2017 - 17:11 0 Kommentare

Air Berlin befindet sich im Umbau. Dabei soll auch die Tochter Niki an die arabische Etihad verkauft werden. Der Kaufpreis ist bereits überwiesen - aber die Genehmigungen verzögern sich weiter. Mit unschönen Folgen.

Noch ist die österreichische Niki eine Tochter der deutschen Air Berlin. Foto: © Niki,

Für den Verkauf der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki fehlen weiter die behördlichen Genehmigungen. Das sagte ein Sprecher jetzt zu airliners.de. Die arabische Etihad - gleichzeitig Anteilseignerin bei Air Berlin - will Niki erwerben. Die Airline soll in Österreich zusammen mit der Tuifly im Rahmen eines Joint-Ventures zu einem Ferienflieger verschmelzen.

Laut Angaben der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" hat der Golf-Carrier den Kaufpreis für Niki bereits überwiesen. Die Summe beträgt 300 Millionen Euro. Eigentlich sollte die neue gemeinsame Fluggesellschaft bereits zum Sommerflugplan Ende März abheben.

Zuletzt war von einem Start zum Winterflugplan Ende Oktober die Rede. Wann es wirklich losgehen kann, ist weiter unklar. Auf der Internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin präsentierten sich Air Berlin und Niki vorerst weiterhin gemeinsam.

Flüge müssen gestrichen werden

Im Rahmen der Restrukturierung ändert sich auch der Flugplan der Air Berlin. Viele Ziele sollen eigentlich durch Niki/Tuifly übernommen werden, doch das ist aufgrund der fehlenden Genehmigung noch nicht möglich. Die Folge: Zahlreiche Flüge würden umgebucht oder komplett storniert, berichtete der "ORF".

© AirTeamImages.com, Matthieu Douhaire Lesen Sie auch: Niki-Mitarbeiter bekommen Arbeitsplatz-Garantie

Bei den Umstellungen im Air-Berlin-Flugplan bliebe es leider nicht aus, auch Flüge streichen zu müssen, sagte ein Sprecher zu airliners.de. Wo immer es möglich sei, würden Passagiere auf andere Airlines umgebucht.

Wenn es am Markt keine Ersatzflüge gebe, würden die Flugpreise erstattet. Bezahlt werde auch für anderweitige Ersatzbeförderungen. Mögliche Schadenersatzansprüche müssten allerdings individuell geklärt werden, so der Sprecher.

Von: ch
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