Künftiger Markenauftrtitt der Air-Berlin-Tochter Niki © Niki
Air Berlin-Chef Hartmut Mehdorn hat am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz die Wichtigkeit des Marktes Wien für die Fluglinie herausgestrichen: "Wien hat in der Strategie der Air Berlin Group eine wichtige Rolle inne: Wir bauen das Drehkreuz weiter aus und erweitern es 2012 um neue Strecken wie Tel Aviv und Florenz. Dies ist ein unverkennbares Statement für Wien und den österreichischen Markt." Trotz aller Österreich-Liebe wird die Tochter nach der 100-Prozent-Übernahme näher an den Mutterkonzern herangeführt - auch optisch. Die Flugzeuge werden ab Oktober 2012 sukzessive mit dem angepasst. Lediglich im vorderen Teil der Maschinen wird weiterhin das Niki-Logo zu sehen sein.
Mehdorn versichert aber trotzdem: " Niki bleibt Niki; wir wollen die österreichische Marke erhalten. Unser Ziel ist es, vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen Niki noch enger an Air Berlin zu rücken, Synergien zu nutzen, Doppelstrukturen abzuschaffen, um so gemeinsam gestärkt in die Zukunft zu blicken." Gespart muss laut Mehdorn im Konzern jedenfalls weiterhin werden, weitere Kostensenkungsmöglichkeiten werden gesucht.
Bereits 2010 wurde Niki voll in die Air Berlin Group konsolidiert. Im Zuge der Integration wurde die Basis auf dem Flughafen Wien genau wie Berlin, Düsseldorf und Palma de Mallorca als Drehkreuz definiert. Air Berlin will nunmehr in Mitteleuropa ein Drehkreuz in Wien entwickeln, dessen geographischer Schwerpunkt auf dem Verkehrsgebiet Süd-Osteuropa liegt. Die Funktion als Hub soll darüber hinaus verbessert werden - durch vier "Wellen" sollen beispielsweise die Umsteigezeiten verkürzt werden.
Niki-Bilanz 2011
Anlässlich der gemeinsamen Pressekonferenz mit Air Berlin präsentierte Niki-Geschäftsführer Christian Lesjak das Jahresergebnis für 2011. Die Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 um 28,5 Prozent auf 452,6 Millionen Euro an. In Summe wurden rund 4,5 Millionen Passagiere befördert, was einer Steigerung von 32 Prozent.
Kritik übte Lesjak an der Belastung der Airlines durch die Luftverkehrsteuer. Diese habe insbesondere das Wachstum auf den österreichischen Bundesländerflughäfen gehemmt. Niki konnte im abgelaufenen Jahr diese Steuer nicht an die Fluggäste weitergeben. Die Perspektiven für die kleineren Flughäfen werden somit als höchst getrübt gesehen. Mehdorn ergänzte, dass die Luftverkehrssteuern in Österreich und Deutschland dem Konzern rund 160 Millionen Euro an zusätzlicher Belastung bringt.
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