Niki-Chef Oliver Lackmann geht

10.01.2018 - 16:55 0 Kommentare

Mitten im juristischen Ringen um ihr Fortbestehen muss sich die insolvente Air-Berlin-Tochter Niki auch noch personell neu aufstellen. Dennoch hält der Carrier unverdrossen an den Vorbereitungen für seinen Neustart fest.

Oliver Lackmann - © © Air Berlin -

Oliver Lackmann © Air Berlin

Die insolvente Fluggesellschaft Niki muss sich einen neuen Chef suchen. Geschäftsführer Oliver Lackmann hat seine Kündigung mitgeteilt. Das geht aus einem Schreiben an die Mitarbeiter hervor, das airliners.de vorliegt.

Lackmann kündigt darin an, das Unternehmen im Februar zu verlassen. "Diese Entscheidung liegt bereits einige Monate zurück und hat nichts mit dem Insolvenzantrag von Niki zu tun", betont er.

Allerdings komme sein Abschied nun zur richtigen Zeit, denn es sei "durchaus üblich, dass bei einem Eigentümerwechsel auch eine neue Geschäftsführung ins Amt kommt". Bis zu seinem Weggang will der Manager an einem "möglichst reibungslosen Übergang von Niki zu Vueling" mitarbeiten.

Ticket-Verkauf soll im Februar starten

Der österreichische Ferienflieger hat nach seiner Insolvenz im Dezember den Flugbetrieb eingestellt. Mit dem spanischen Billigflieger Vueling wurde eine Übernahme von Unternehmensteilen vereinbart. Geplant ist, ab März unter der neuen Marke zu starten. Der Ticket-Verkauf soll im Februar anlaufen, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA heute berichtet.

Allerdings ist derzeit ungewiss, ob der Deal mit Vueling tatsächlich umgesetzt werden kann: Zuvor muss gerichtlich entschieden werden, ob das Verkaufsverfahren für Niki überhaupt rechtmäßig war.

© AirTeamImages.com, Danijel Jovanovic Lesen Sie auch: Niki kämpft für die Übernahme

Lackmann steht seit April 2016 an der Spitze von Niki. Der 48-jährige Deutsche war zuvor in verschiedenen Positionen für Air Berlin tätig. Wann und von wem die Führungsposition neu besetzt wird, steht noch nicht fest.

Von: pra mit Material von dpa
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