Niki-Chef Lackmann geht zu Tuifly

25.01.2018 - 08:04 0 Kommentare

Schon vor dem Verkauf der Air-Berlin-Tochter Niki an Gründer Lauda verkündete der bisherige Airline-Chef Lackmann seinen Weggang. Nun hat er einen neuen Job – in der Geschäftsführung von Tuifly.

Oliver Lackmann - © © Air Berlin -

Oliver Lackmann © Air Berlin

Der bisherige Niki-Geschäftsführer Oliver Lackmann wechselt zu Tuifly. Zum 1. März tritt der Manager dort in die Geschäftsführung ein und wird als Chief Operating Officer die Verantwortung für den Flugbetrieb übernehmen, wie die Tui-Airline mitteilte. Sein Kollege an der Spitze des Unternehmens ist Roland Keppler, der 2016 dorthin zurückkehrte.

Lackmann folgt auf Jochen Büntgen, der seit Mai 2015 Tuifly-Geschäftsführer war. Büntgen verlasse das Unternehmen auf eigenen Wunsch, so die Airline. Seit 1987 arbeitete er in verschiedenen Funktionen bei Hapag-Lloyd Flug und deren Nachfolgegesellschaften.

Lackmann kommt von Air Berlin

Bei Niki hatte Lackmann seine Kündigung bereits am 10. Januar mitgeteilt, also zu einem Zeitpunkt, als die Übernahme durch Niki Lauda noch nicht abzusehen war.

Der 48-jährige Deutsche leitete seit April 2016 die Geschäfte des österreichischen Ferienfliegers. Zuvor war der ausgebildete Flugkapitän bei Air Berlin tätig, wo er unter anderem als Chief Flight Operation Officer fungierte.

Bei Tuifly tritt Lackmann erneut in ein Unternehmen ein, das vor großen Herausforderungen steht. Nach dem Ende von Air Berlin hat der Ferienflieger den langjährigen und äußerst lukrativen Wet-Lease-Vertrag für 14 Boeing 737 verloren. Sieben dieser Maschinen werden nun – zu schlechteren Konditionen – bei Eurowings eingesetzt.

Sieben Jets kehren zu Tuifly zurück

Die übrigen sieben Flugzeuge will Tuifly künftig wieder unter eigener Marke und auf eigene Rechnung im touristischen Verkehr einsetzen. Die ersten vier sollen in diesem Jahr wieder eingeflottet werden, die anderen drei 2019. Die Flotte wächst damit auf 32 Jets.

Für den reibungslosen Ablauf wird Oliver Lackmann verantwortlich sein. Sebastian Ebel, Vorsitzender des Tuifly-Aufsichtsrats, lobt in einer Pressemeldung den neuen Geschäftsführer als "erfahrenen Experten, der sehr viel Erfahrung aus verschiedenen Airlines mitbringt".

Von: pra
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