Niederländer vermessen Ozean an vermuteter MH370-Absturzstelle

10.06.2014 - 13:31 0 Kommentare

Seit fast 100 Tagen fehlt von dem verschollenen Flug MH370 jede Spur. Eine niederländische Firma soll die nächste Suchphase mit einer Vermessung im Ozean vorbereiten. Das Gebiet ist riesig.

Das mysteriöse Verschwinden von Flug MH370 bewegt die Menschen. - © © dpa - EPA/AHMAD YUSNI

Das mysteriöse Verschwinden von Flug MH370 bewegt die Menschen. © dpa /EPA/AHMAD YUSNI

Auf der Suche nach dem Wrack des verschollenen Flugs MH370 wird eine niederländische Firma den Meeresboden im vermuteten Absturzgebiet vermessen. Die australische Behörde für Transportsicherheit (ATSB) unterzeichnete einen Vertrag mit Fugro Survey, wie die Koordinationsstelle für die Suche nach dem Flugzeug am Dienstag in Canberra in Australien mitteilte. Die Vermessung dauere drei Monate und umfasse 60.000 Quadratkilometer, größer als Nordrhein-Westfalen und Hessen zusammen.

«Bei der Ozeantiefenmessung wird eine Karte des Unterwassersuchgebiets erstellt, die die Konturen, Tiefen und die Zusammensetzung des Meeresbodens bis in 6000 Meter Tiefe aufweist», teilte die Koordinationsstelle mit. «Das bringt uns entscheidende Informationen für die ab August geplante Tiefseesuche nach MH370.»

Das Flugzeug der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord ist seit fast 100 Tagen verschollen. Satelliten-Signale deuten darauf hin, dass es am 8. März im Indischen Ozean abstürzte. Bis heute ist kein einziges Wrackteil entdeckt worden. Die Maschine sollte von Kuala Lumpur in Malaysia nach Peking fliegen. Die Ursache für den Irrflug liegt noch völlig im Dunkeln. Ende Juni war die Suche nach der Maschine mithilfe eines Mini-U-Bootes ergebnislos beendet worden.

Belohnung für Insider-Hinweise

Die Angehörigen der Insassen wollen nun umgerechnet 3,7 Millionen Euro für Insider-Hinweise zum Verbleib des verschollenen Flugzeugs ausloben. Mehrere Opferfamilien planen laut eigener Mitteilung vom Sonntag eine entsprechende Spendenkampagne auf der Crowdfunding-Website Indiegogo, "um Informanten zu ermutigen, ihr Wissen zu teilen". "Wir sind überzeugt, dass irgendwo irgendjemand etwas weiß", erklärte Kampagnenleiter Ethan Hunt, der als Chef eines IT-Unternehmens tätig ist. Das offizielle Spendenziel der Aktion "Reward MH370" wurde auf fünf Millionen Dollar beziffert.

Von: dpa, AFP
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Fraport-Chef Schulte reagiert auf Spohr-Vorschlag

    Lufthansa-Chef Spohr bringt als mögliche Antwort auf die Probleme im Luftverkehr eine Deckelung der Eckwerte ins Gespräch. Fraport-Chef Schulte erteilt dem eine Absage und skizziert, wann Frankfurt wie wachsen will.

    Vom 13.09.2018
  • Leere Schalter von Ryanair. Ryanair wird großflächig bestreikt

    Seit drei Uhr in der Nacht halten die Piloten in fünf europäischen Ländern Ryanair am Boden. Die Airline strich wegen der Streiks hunderte Flüge, sagt aber auch, dass sich die Lage im Laufe des Tages beruhigen soll.

    Vom 10.08.2018
  • Condor-Maschine nachts in Frankfurt: Im Juli deutlich seltener nach 23 Uhr. Condor landet seltener nachts in Frankfurt

    Analyse Im Juni war Condor die Airline, die am häufigsten nach 23 Uhr in Frankfurt landete. Im Juli hat sie nach airliners.de-Informationen den Anteil deutlich reduziert - auch dank bestimmter Maßnahmen.

    Vom 01.08.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus