Niederländer untersuchen Rolle der Geheimdienste vor MH17-Absturz

07.01.2015 - 15:30 0 Kommentare

Als Flug MH17 über der Ostukraine abstürzte, war der zivile Luftraum nicht geschlossen. Die niederländischen Behörden wollen herausfinden, ob es tatsächlich keine Warnungen gegeben hat - und überprüfen jetzt ihre eigenen Geheimdienste.

Trümmer der am 17. Juli 2014 in der Ukraine abgestürzten Malaysia-Airlines-Boeing. - © © dpa - ITAR-TASS/ Zurab Dzhavakhadze/dpa

Trümmer der am 17. Juli 2014 in der Ukraine abgestürzten Malaysia-Airlines-Boeing. © dpa /ITAR-TASS/ Zurab Dzhavakhadze/dpa

Ein knappes halbes Jahr nach dem mutmaßlichen Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine haben die niederländischen Behörden eine Untersuchung ihrer eigenen Geheimdienste angestoßen. Der Geheimdienst-Kontrollausschuss CTIVD soll aufklären, wie der Inlands- und der Militärgeheimdienst die Sicherheit über dem Konfliktgebiet damals bewerteten und welche Informationen sie an die Luftverkehrsteilnehmer weitergaben. Die Fragestellung veröffentlichte der CTIVD auf seiner Website.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli mit 294 Menschen an Bord abgestürzt. Die meisten Opfer waren Niederländer, weshalb Den Haag die Ermittlungen zu der Tragödie leitet.

Obwohl in der Ostukraine heftig gekämpft wurde, waren die Routen für die zivile Luftfahrt nicht geschlossen. Ob es tatsächlich keine Warnungen gegeben habe, soll die Untersuchung nun klären. Zur Zeit des mutmaßlichen Abschusses durch eine Boden-Luft-Rakete flogen noch drei weitere Zivilmaschinen in der Gegend - zwei weitere Boeings 777 sowie ein Airbus 330.

© dpa, ITAR-TASS/ Zurab Dzhavakhadze Lesen Sie auch: Das tragische Ende von Flug MH17

Von: AFP
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