Neues Gebäude für Sicherheitskontrollen in Frankfurt eröffnet

17.07.2019 - 14:54 0 Kommentare

Der Frankfurter Flughafen hat ein neues Gebäude zur Sicherheitskontrolle von Passagieren und Gepäck in Betrieb genommen. Durch die größeren Kapazitäten will der Airport lange Wartezeiten wie im Vorjahr vermeiden.

Sicherheitsschleuse mit Durchleuchtungsvorrichtung am Frankfurter Flughafen. - © © dpa - Uwe Anspach

Sicherheitsschleuse mit Durchleuchtungsvorrichtung am Frankfurter Flughafen. © dpa /Uwe Anspach

Am Frankfurter Flughafen gibt es seit Mittwoch zusätzlichen Platz für die Kontrollen von Passagieren und deren Handgepäck. Eine Woche vor der offiziellen Inbetriebnahme am 24. Juli wurde die neue Anbauhalle am Terminal 1 am Morgen in Betrieb genommen, wie die Bundespolizei und der Flughafenbetreiber Fraport bestätigten. Die Kontrollen liefen zunächst reibungslos, versicherte ein Polizeisprecher.

In dem eigens errichteten Gebäude sind sieben Kontrollspuren untergebracht, die dank einer neuartigen Konfiguration mehr Passagiere pro Stunde schaffen als die bislang eingesetzten Linien. Insbesondere ist es möglich, langsamere Passagiere im Kontrollvorgang zu überholen. Die Halle soll nach der großen Reisewelle im Herbst noch einmal für rund sechs Monate geschlossen werden, um abschließende Bauarbeiten zu ermöglichen.

Nach früheren Angaben der Bundespolizei können in der neuen Halle pro Stunde bis zu 3500 Passagiere und ihr Handgepäck vor Flugantritt kontrolliert werden. Von den 186 Kontrollspuren im größten deutschen Flughafen sind nun 9 mit der neueren Technik ausgerüstet, die nach Angaben von Fraport in den kommenden Jahren überall zum Einsatz kommen soll.

© Fraport, Lesen Sie auch: Flughafen Frankfurt begrüßt im ersten Halbjahr über 33 Millionen Passagiere

Im Sommer 2018 hatten die im internationalen Vergleich langsamen Kontrollen in Frankfurt zu langen Warteschlangen geführt und Kritik insbesondere der Lufthansa hervorgerufen. Die größeren Flughafenbetreiber mit Fraport an der Spitze wollen der Bundespolizei Aufgaben abnehmen bei der Organisation der Kontrollen mit privaten Dienstleistern. Dazu bräuchte es aber Änderungen im Luftsicherheitsgesetz, über die noch nicht entschieden ist.

Von: hr, dpa
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