Neuer Verband will Luftsicherheit zu mehr Geltung verhelfen

18.03.2014 - 13:17 0 Kommentare

Die "Federal Aviation Security Association of Germany - FASAG" will beim Thema Luftfrachtsicherheit künftig als Mittler zwischen Behörden und Unternehmen auftreten. Hier herrsche noch großer Nachholbedarf, sagt der Verbandsvorsitzende Elmar Giemulla.

DHL-Mitarbeiter ziehen einen Luftfrachtcontainer vom Vorfeld am Flughafen Leipzig - © © dpa - Jan Woitas

DHL-Mitarbeiter ziehen einen Luftfrachtcontainer vom Vorfeld am Flughafen Leipzig © dpa /Jan Woitas

Die kürzlich gegründete Vereinigung „FASAG – Federal Aviation Security Association of Germany“ will als Mittler zwischen Unternehmen und Behörden dienen, um das Knäuel von Verordnungen und Bestimmungen für die Sicherheit der Luftfracht zu entwirren und für die Betroffenen praktikabler zu machen. „Es herrscht bei vielen Akteuren der Cargoindustrie eine große Unsicherheit hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben und deren Einhaltung im Alltag“, so der Verbandsvorsitzende Professor Elmar Giemulla auf Anfrage. Hier sieht er seine Organisation künftig in der Rolle des Mediators.

Mit der FASAG, so Giemulla weiter, erhielten die zuständigen Luftfahrtbehörden einen zentralen Ansprechpartner. Die erleichtere die Vermittlung von behördlichen Vorgaben an die betroffenen Verlader, Versender, Abfertigungsunternehmen und Fluggesellschaften erheblich.

Trotz vielfacher Diskussion habe der Themenkomplex Luftfrachtsicherheit bislang nicht den ihm eigentlich zustehenden Stellenwert, sagte der FASAG-Chef. Dies zeige sich unter anderen an der Verunsicherung vieler Exporteure, welche Anforderungen sie beim Versand von Luftfracht erfüllen müssten, welche nicht. Auch das wichtige Feld der Haftungsfrage sei bislang öffentlich kaum kommuniziert worden und daher innerhalb der Branche wenig bekannt.

Die Erfahrung zeigte, dass das in Deutschland geltende Sicherheitskonzept in der Luftfracht vor allem eine papierne Sicherheit sei. Wichtiger sei es, Sicherheit innerhalb der gesamten Transportkette vom Hersteller der Güter bis zum Endabnehmer täglich zu praktizieren, verlangte Giemulla. Dazu reiche es nicht, dass Papiere ausgefüllt würden, die bestätigten, dass eine Sendung den amtlichen Sicherheitsanforderungen entspreche. Mit den wirklichen Abläufen vor Ort habe dies oft wenig zu tun.

Für die weitere Verbesserung der Luftfrachtsicherheit will die FASAG Checklisten erstellen, auf denen bestehende Lücken oder Defizite benannt werden. Diese könnten Politikern und Behördenvertretern als Blaupause für künftige Entscheidungen auf diesem sensiblen Sektor dienen.

Neben Elmar Giemulla wird der Verband durch dessen Stellvertreter Annette Wiedemann von der Dekra Industrie und Aviation sowie den Berater Thilo Schmidt geführt.

Von: Heiner Siegmund für airliners.de
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