Neuer Streit zwischen UFO und Lufthansa

01.03.2019 - 14:26 0 Kommentare

Tarifverhandlungen zwischen Lufthansa und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo platzen, weil die Lufthansa einen Mitarbeiter nicht freistellt. Die Gewerkschaft spricht von Drangsalierungen. Das Thema ist nicht neu.

Ein Mitglied der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Ein Mitglied der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. © dpa /Frank Rumpenhorst

Die Auseinandersetzung zwischen der Flugbegleitergewerkschaft Ufo und der Lufthansa geht weiter. Gewerkschaftsvertreter hatten die für vergangenen Donnerstag angesetzten Tarifgespräche abgesagt, weil ein Mitglied der Ufo-Tarifkommission von der Lufthansa kurzfristig keine Freistellung für die Verhandlungen erhalten hatte. Die Gewerkschaft hat ihre Mitglieder in einem internen Schreiben, das airliners.de vorliegt, nun über die Absage der Gespräche informiert.

Darin wirft die Ufo der Lufthansa vor, einen "Feldzug gegen die Ufo" zu führen. Daniel Flohr, Leiter der Tarifabteilung der Ufo, sagte zu airliners.de: "Wir als Ufo können nicht akzeptieren, dass unser Sozialpartner entscheidet, wer an den Verhandlungstisch darf und wer nicht." Das widerspreche unserem allgemeinen Verständnis von Gewerkschaftsarbeit in Deutschland.

"Lufthansa gewährt Freistellungsanträge für Tarifverhandlungen gemäß den gemeinsam mit Ufo im Manteltarifvertrag vereinbarten Regelungen." Dabei sein man flexibel, um gemeinsam mit der Gewerkschaft Termine zu finden, teilte ein Lufthansa-Sprecher unserer Redaktion mit.

Gewerkschaft stellt rechtliche Prüfung in Aussicht

In den geplatzten Tarifgesprächen sollten eigentlich die Tarifverträge Teilzeit, und Saisonalitätsmodelle Kabine (SMK) sowie die Problematik der gestrichen Übernachtungen auf Japan- und Korea-Flügen besprochen werden.

© Lufthansa Group, Lesen Sie auch: Lufthansa kürzt Crew-Übernachtungen

Arbeitskämpfe schließt die Gewerkschaft derzeit noch aus, da die Friedenspflicht gilt. "Wir halten uns natürlich an geltende Vereinbarungen." Die Gewerkschaft betont, dass man bei einer solchen "Basta-Mentalität" seitens der Lufthansa, überlege und rechtlich prüfen müsse, wie das noch weiter zusammengehe. "Doch am liebsten wollen wir zurück an den Verhandlungstisch.", sagte Tarifexperte Flohr zu airliners.de.

Gewerkschaft fordert Spitzentreffen

Die Gewerkschaft fordert nun ein Spitzentreffen zwischen Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens und der Ufo-Spitze, um das Thema der Freistellung zu lösen. Man habe der Lufthansa im März acht Termine für ein solches Treffen vorgeschlagen.

Lufthansa teilte auf die Frage, ob man der Ufo-Forderung nachkommen werde mit, dass man solche Fragen grundsätzlich direkt mit den Tarifpartnern bespreche und nicht in der Öffentlichkeit.

Das Thema Freistellung ist schon lange ein Streitthema zwischen der Ufo und der Lufthansa. So forderte die Lufthansa von der Gewerkschaft, wie auch von mehreren Funktionären persönlich, einen hohen sechsstelligen Betrag. Nach Auffassung der Lufthansa hatten diese ohne Erlaubnis des Unternehmens zu viel Arbeitszeit mit Tarifverhandlungen und Arbeit für die Gewerkschaft verbracht.

Von: br
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