Interesse an überregionalen Strecken

Neuer Investor für OLT

23.08.2011 - 13:50 0 Kommentare

Die OLT-Mutter AG Ems hat Gespräche mit einem Investor aufgenommen, um über eine Fortführung des überregionalen Flugverkehrs zu verhandeln. Noch im Laufe der Woche sollen letzte Vorbehalte ausgeräumt werden.

Fokker 100 der OLT als Airbus-Werksshuttle in Hamburg-Finkenwerder - © © airliners.de - O. Pritzkow

Fokker 100 der OLT als Airbus-Werksshuttle in Hamburg-Finkenwerder © airliners.de /O. Pritzkow

Die norddeutsche Fluggesellschaft OLT führt mit einem Investor Gespräche über eine mögliche Fortsetzung des überregionalen Flugverkehrs, berichtet die „Emder Zeitung“ am Dienstag. Die Gespräche seien sehr weit fortgeschritten, sagte eine Sprecherin der OLT-Muttergesellschaft AG Ems gegenüber der Zeitung. Noch im Laufe der Woche sollen letzte Details geklärt werden. Dann könne der Betrieb als eigenständiger Zweig unter neuer Leitung fortgeführt werden.

OLT hatte das Aus für den überregionalen Flugverkehr zu Ende Oktober verkündet, nachdem das Unternehmen den wirtschaftlich wichtigen Airbus-Werksverkehr zwischen Hamburg und Toulouse an Germania verloren hatte. Neben dem Airbus-Shuttle hat die OLT ihre größeren Flugzeuge für Linienflüge von Bremen nach Zürich, Bristol, Toulouse und Kopenhagen im Einsatz. Im Sommer fliegt OLT zudem von Bremen, Frankfurt, Zürich und Köln/Bonn nach Usedom.

Kaum hatte das Unternehmen die Routeneinstellungen zum Herbst verkündet, meldeten sich auch schon erste Interessenten, wie der „Weser-Kurier“ am vergangenen Freitag berichtete. So soll sich Cirrus Airlines insbesondere nach der Strecke Bremen-Zürich erkundigt haben. Doch auch nutzt die beiden in Bremen stationierten Airbus A319 um zwischen den Airbus-Werkskflügen touristische Mittelstrecken abseits der großen Airports zu bedienen.

Nach bisherigen Planungen sollten beide Fokker 100 sowie drei Saab 2000 verkauft oder an die Leasingfirmen zurückgeben werden. Mit sechs Kleinflugzeugen wollte OLT sich dann wieder ausschließlich dem Inselflugverkehr ab Emden widmen. Dafür würden jedoch nur noch 20 Mitarbeitern benötigt. 100 der 120 Stellen fallen dann weg, davon allein 80 in Bremen. Neben Streichungen im Overhead und bei der Verwaltung wären besonders das fliegende Personal sowie die Technik betroffen. Mit dem Auftauchen eines Investors besteht für die Mitarbeiter wieder Hoffnung.

Von: airliners.de
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