Neue Suchaktion für verschollenen Malaysia-Airlines-Flug geplant

08.09.2014 - 17:00 0 Kommentare

Vor genau einem halben Jahr ist ein Flugzeug der Malaysia Airlines (Flug MH 370) spurlos verschwunden. Einen neue, aufwändige Unterwassersuche soll in zwei Wochen beginnen.

Aus Papierflugzeugen ist der Schriftzug

Aus Papierflugzeugen ist der Schriftzug "MH370" nachgebildet worden. © dpa /Azhar Rahim

Mit einer aufwändigen Unterwasseraktion soll in zwei Wochen die Suche nach dem verschollenen Malaysia-Airlines-Flug MH370 fortgesetzt werden. Geplant sei eine intensivere Suche unter Wasser, die ein Seegebiet von 60.000 Quadratkilometern im Indischen Ozean abdecke, sagte der australische Premierminister Tony Abbott bei einem Besuch in Malaysia am Wochenende. Die Suche nach der verschwundenen Maschine werde so lange wie nötig weitergehen, betonte er.

Flug MH370 war vor genau einem halben Jahr am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Seitdem fehlt von der Boeing 777 jede Spur. Eine Suche zu Wasser und aus der Luft brachte bisher keinen Erfolg. An Bord der Maschine waren 239 Menschen, zwei Drittel der Passagiere stammten aus China. Sechs weitere kamen aus Australien. Angeführt wird die Suche von Australien. Der malaysischen Regierung von Ministerpräsident Najib Razak wurde vorgeworfen, unkoordiniert und undurchsichtig bei der Suche nach dem Flugzeug vorzugehen.

© Geomar, Lesen Sie auch: Deutsches Tauchgerät soll bei MH370-Suche helfen

Abbott und Najib sprachen bei ihrem Treffen auch über Malaysia-Airlines-Flug MH17, der im Juli über der Ostukraine explodierte. Beide forderten Gerechtigkeit für die knapp 300 Menschen, die dabei getötet wurden. Unter ihnen waren auch 38 Australier. Najib zufolge gibt es "schlüssige" Geheimdienstinformationen darüber, was genau geschah. Weitere Details nannte er nicht. Die Führung in Kiew und der Westen gehen davon aus, dass Flug MH17 von prorussischen Separatisten abgeschossen wurde. Moskau sieht die Verantwortung bei Kiew.

Von: AFP
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