A350, 777-9 und 737-Max: Neue Simulatoren bei Lufthansa

08.04.2019 - 16:46 0 Kommentare

Die Lufthansa schafft neue Simulatoren für ihre Trainingstochter an. Die sind für das Pilotentraining für neue Modelle in der eigenen Flotte vorgesehen, aber auch für externe Kunden soll das Angebot ausgebaut werden.

Piloten von mehr als 20 Airlines trainieren regelmäßig mit den Geräten in Wien. - © © Lufthansa Aviation Training -

Piloten von mehr als 20 Airlines trainieren regelmäßig mit den Geräten in Wien. © Lufthansa Aviation Training

Lufthansa Aviation Training (LAT) hat angekündigt, bis 2020 sieben neue Full Flight Simulatoren (FFS) in Betrieb zu nehmen. Damit wächst die Trainingsflotte des in Europa - nach eigenem Bekunden - führenden Trainingsanbieters für die Schulung von Cockpit- und Kabinenpersonal durch Neuanschaffungen auf 60 Simulatoren an.

An den Hubs Frankfurt und München reagiere man laut LAT auf die Flottenstrategie der Lufthansa Passage: In Frankfurt ist die Inbetriebnahme von zwei FFS des Typs Boeing 777-9, in München die eines Airbus A350 vorgesehen. Auf beiden Mustern bestehe ein steigender Trainingsbedarf mit Blick auf die Einflottung von Boeing 777-9-Jets im kommenden Jahr sowie auch hinsichtlich der in München stationierten Airbus A350-Flugzeuge. Alle drei Simulatoren seien bis Ende 2020 "ready for training".

Auch neue A320-Simulatoren sollen "eingeflottet" werden. Der Kurz- und Mittelstreckenflieger nimmt nicht nur innerhalb der Flotte der Lufthansa Group eine dominante Rolle ein, sondern ist auch bei anderen Airlines ein beliebtes Muster. Daher habe LAT vor kurzem bereits einen neuen A320-Simulator am Standort Berlin zertifiziert und in Betrieb genommen, ein zweiter werde im Juni 2019 folgen, wie das Unternehmen mitteilt. Die Anzahl aller FFS dieses Typs innerhalb der LAT-Trainingsflotte erhöhe sich damit auf 19. Die beiden Neuzugänge würden im Jahr 2020 nach Abschluss des dortigen Standortausbaus nach Wien umziehen.

© dpa, Stephanie Pilick Lesen Sie auch: Hier führen die Airlines Piloten-Trainings durch Überblick

Weiter hieß es, dass LAT das eigene Produktportofolio mit der Anschaffung eines neuen Boeing 737-Max-FFS für den Trainingsstandort Berlin um ein weiteres Muster erweitert. "2019 ist ein besonderes Jahr für uns, denn wir stellen mit der größten Investition in der Geschichte von Lufthansa Aviation Training im Bereich des Pilotentrainings entscheidende Weichen, um der hohen Kundennachfrage auch zukünftig gerecht zu werden. Mit unserer modernen Simulatorflotte, die rund um die Uhr im Einsatz ist, leisten wir einen signifikanten Beitrag zur Sicherheit im Flugbetrieb.", so Ola Hansson, Geschäftsführer von LAT.

Standortausbauprojekte in München und Wien

Insgesamt wolle man 89 Millionen Euro in den Infrastrukturausbau stecken, so die Lufthansa-Tochter. Der LAT-Standort München-Schwaig mit derzeit vier FFS werde bis 2020 um vier zusätzliche Stellplätze ausgebaut, wovon zwei für den neuen A350- und für einen aus Frankfurt zu übernehmenden Embraer 190-FFS vorgesehen wären. Die übrigen zwei Stellplätze dienten der flexiblen weiteren Planung unter Berücksichtigung des Wachstums am Drehkreuz München.

In Wien verfolge LAT neben der Notwendigkeit, das bestehende Trainingsvolumen in Österreich zu bedienen, auch die Motivation weitere Marktchancen als Trainingsanbieter wahrzunehmen. Das Simulatorzentrum, das bislang vier FFS beherbergt, soll durch einen Anbau um drei FFS-Stellplätze erweitert werden. Zwei der drei neu gewonnen Simulator-Stellplätze gehen 2020 an die aus Berlin kommenden Airbus A320-Simulatoren, ein Stellplatz bleibe zur flexiblen zukünftigen Nutzung zunächst frei.

Von: dk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Eurowings-Passagiere mit Smartphone Eurowings verkauft Umsteigeverbindungen zu anderen Airlines

    Eurowings nimmt den nächsten Schritt auf dem angekündigten Weg zur Digital-Plattform. Jetzt verkauft der Billigflieger auf seiner Webseite erstmalig auch Flüge in Kombination mit Tickets von Fluggesellschaften, die nicht zum Lufthansa-Konzern gehören.

    Vom 09.05.2019
  • Gestapelte Streikwesten der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo Lufthansa beklagt Ufo-"Selbstzerstörung"

    Lufthansa verlangt von der Flugbegleitergewerkschaft Ufo, sich neu aufzustellen. Vorher will der Konzern nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren. Weil Ufo Verträge gekündigt hat - was Lufthansa nicht anerkennt - kommt es aktuell gleich an mehreren Stellen zu Problemen.

    Vom 14.06.2019

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus